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URNÄSCH: Ein Modell wird gerühmt

An der Feier «10 Jahre Feriendorf Urnäsch» freut sich der Architekt über den Zustand der Anlage. Männer und Familien der ersten Stunde werden geehrt. Der Reka-Direktor erinnert an ein Risiko.
Lukas Pfiffner
Susanne Bolt und Noldi Alder bereichern die Feier musikalisch.

Susanne Bolt und Noldi Alder bereichern die Feier musikalisch.

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

«Natürlich freuen wir uns, wenn ihr dann von Urnäsch aus ins Spieleland fahrt – so haben wir auch etwas davon.» Der Hinweis von Verwaltungsratspräsident Walter Nef richtete sich an zwei Familien aus Zürich und Burgdorf. Sie gehören zu den ganz häufigen Besuchern des Rekadorfes und wurden am Freitagabend auf der Bühne des Gemeinschaftssaales geehrt. Zwischen der Reka-Organisation und dem Spieleland Ravensburg besteht nämlich eine Partnerschaft. Und so kam es, dass Käpt’n Blaubär persönlich ins Appenzeller Hinterland gereist war und den Familien Fässler und Scheidegger Gratiseintritte für ein ganzes Jahr schenkte.

Von Treue und Dankbarkeit war an der Feier «10 Jahre Feriendorf Urnäsch» mehrmals die Rede. Fast 250 Personen hatten sich zur gehaltvollen Jubiläums-Versammlung eingefunden: Aktionäre, Vertretungen aus Politik und Stiftungen, Leute, die in der Entstehung des Feriendorfs wichtige Rollen innegehabt hatten (siehe Ausgabe von vorgestern Samstag). Vier Männer der ersten Stunde wurden speziell gewürdigt: Jürg Brunner (erster Verwaltungsratspräsident), Hans Altherr (damals Regierungsrat und später Verwaltungsratspräsident), Stefan Frischknecht (damals Gemeindepräsident und Geschäftsführer Rekadorf) sowie Werner Bernet (damals Direktor Reka und Mitglied des Verwaltungsrates).

In der Auslastung stets unter den Top drei

Urnäsch liege unter den zwölf Schweizer Rekadörfern in der Auslastung stets unter den Top drei, sagte Reka-Direktor Roger Seifritz. Er erinnerte an das Risiko, ausserhalb der klassischen Tourismusregionen ein Dorf einzurichten. «Reka hatte wenig Erfahrung mit Thematisierungen, wie es hier die Basis war.» Ohne den Einbau der Landwirtschaft hätte Urnäsch kaum diesen Erfolg. «Das Thema ist präsent im Dorf, wirkt nicht aufgesetzt und hat enorm Potenzial für Familien.» Landammann Paul Signer gratulierte im Namen der Ausserrhoder Regierung zum Jubiläum. Der Kanton sei von Anfang an finanziell und ideell hinter dem Projekt gestanden. «Ich hoffe, dass die Besucherinnen und Besucher begeisterte Botschafter des Appenzellerlandes sind.»

Roland Gnaiger war aus Linz angereist: Der Architekt und Universitätsprofessor gab einen Einblick in die Geschichte des Baus und rühmte das «Modell Urnäsch»: Ein noch so kleiner Ort könne Kraft aufbringen, um eine Idee umzusetzen. Er sprach von der globalen Notwendigkeit, den «Urnäscher Ansatz» zu betonen. Als Faktoren nannte Gnaiger zum Beispiel die Belebung des eigenen Wirtschaftskreislaufes, den langen Atem, die Nützung der Ressourcen und das Vertrauen. 16 Jahre würden die ersten Gespräche mit den Urnäschern zurückliegen. «Ich freue mich heute sehr über den grossartigen Zustand der Anlage.» Zum musikalischen Rahmen gehörten Auftritte des Bismärkli-Schuppels. Nach dem Essen begeisterten Susanne Bolt und der Ur-Urnäscher Noldi Alder am Flügel, an Violinen und am Hackbrett. Sowie mit ihren Stimmen. «Z’Urnäsch hät’s ä Rekadorf! Was isch do am schönschte?», sangen sie und gaben die Antwort unter anderem mit «Mäh, muh und i-a.»

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