Urnäsch diskutiert die Zukunft

Warum alles in die Hände der Politiker legen? 40 Urnäscherinnen und Urnäscher waren der Einladung des Vereins «Urnäsch mitenand» gefolgt und diskutierten über ihr Dorf.

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Engagiert diskutierten Urnäscherinnen und Urnäscher über ihr Dorf. (Bild: miz)

Engagiert diskutierten Urnäscherinnen und Urnäscher über ihr Dorf. (Bild: miz)

URNÄSCH. «Das Gewerbe stirbt aus, Urnäsch muss vom Tourismus leben. Urnäsch wird ein Altersheim. Urnäsch fusioniert mit Walzenhausen. Dürrhaldentunnel entlastet Dorfkern.» Mit diesen vier gewagten Thesen animierte der Verein «Urnäsch mitenand» die Dorfbevölkerung zur Diskussion.

«Wir sind überwältigt, dass so viele Gäste unserer Einladung folgten», sagte Martin Wehrle zur Begrüssung. Der Vorstand des Vereins stellte sich am Freitagabend in der Schulanlage Au vor. «Vor zwei Jahren haben wir uns das erste Mal getroffen, denn wir finden es wichtig für das Dorf, dass man sich unterhält», so Wehrle. Nicht nur Gemeinderäte, sondern alle Einwohnerinnen und Einwohner von 16 bis 99 sollen parteiunabhängig Meinungen austauschen, um frühzeitig dorfinterne Entwicklungsthemen und Entscheidungen zu diskutieren. Der Verein möchte als Plattform dienen und eine Diskussionskultur fördern. Am Freitagabend wurden die eingangs gestellten vier Thesen munter in Gruppen diskutiert. Die Ergebnisse waren so vielfältig wie die Schar der Teilnehmenden: Genossenschaftswohnungen bauen, in Urnäsch einkaufen und nicht in Herisau, das ganze Hinterland ohne Herisau zu einer Einheitsgemeinde fusionieren. Einer schlug vor, Schwägalp-Touristen zu zwingen, in Urnäsch aufs Postauto umzusteigen, so könne man mehr Tagesgäste generieren.

Martin Wehrle war erfreut ob des regen Austauschs und notierte Vorschläge für weitere Diskussionen, zu denen der Verein bald einladen möchte. (miz)