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URNÄSCH: Das Brauchtum auf einem Fuchsschwanz

Künstlerin Sylvia Knöpfel aus Hundwil stellt aktuell ihre Werke im Wohn- und Pflegezentrum Au aus. Zu sehen ist Senntumsmalerei auf Bildern und Sägen.
Sylvia Knöpfel anlässlich der Vernissage. (Bild: Astrid Zysset)

Sylvia Knöpfel anlässlich der Vernissage. (Bild: Astrid Zysset)

Das Bild mit dem Urnäscher Bloch würde ihr besonders am Herzen liegen, sagt Sylvia Knöpfel und lächelt. Zu sehen ist es im Eingangsbereich des Wohn- und Pflegezentrums in Urnäsch. «Ich liebe das Brauchtum in all seinen Facetten», so Knöpfel. Egal ob Silvesterchläuse, Trachten oder eben das Bloch. Warum, das kann die Künstlerin selbst nicht genau erklären. «Entweder man macht mit, oder man lässt es.» Und sie habe sich zum Mitmachen entschieden. Ihre ganze Familie ist stark involviert in die Traditionen und Bräuche des Appenzellerlandes. So ist ihre Tochter denn auch Mitglied des Jodelterzetts Fäh-Gähler, welches zur Vernissage vergangenen Freitagabend ein kleines Konzert gab.

Von der Leinwand auf die Säge

62 Werke von Sylvia Knöpfel sind ausgestellt. Viele sind erst im letzten Jahr entstanden. «Die neueren Motive lassen sich gut erkennen. Ich habe meinen Stil etwas verändert.» Gemeint ist damit die Perspektive auf die Tiere in den Bildern. Malte Knöpfel lange die traditionelle Senntumsmalerei, hat sie in jüngster Vergangenheit begonnen, die Kühe und Schafe nicht mehr nur von rechts nach links laufen zu lassen. «Sie wirken manchmal, als würden sie auf den Betrachter zukommen», so die Künstlerin. Begonnen zu malen hat sie 1971. Dann vor rund sieben Jahren kam ein Bauer in ihren Floh- und ­Antikmarkt nach Hundwil und fragte, ob sie etwas auf seine Säge malen könnte. Gesagt, getan. Und seitdem hat Knöpfel immer mal wieder die Ölfarbe nicht auf die Leinwand, sondern auf Fuchsschwanz und Zwei-Hand-Sägen gebracht. Auf Letzterem ist auch ihr geliebtes Urnäscher Bloch abgebildet. Eine Lungenembolie zwang Sylvia Knöpfel zu einem Spitalaufenthalt. Erst vergangenen Dienstag wurde sie entlassen. «Ich wollte unbedingt das Bild mit dem Bloch noch fertig bekommen. Und das habe ich glücklicherweise geschafft!»

Astrid Zysset

astrid.zysset@appenzellerzeitung.ch

Hinweis

Künstlerin Sylvia Knöpfel ist bis Ende Februar jeden Samstag von 13 bis 16 Uhr im Wohn- und Pflegezentrum Urnäsch anzutreffen.

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