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Urnäsch braucht 14 neue Kommissionsmitglieder - Gemeindepräsident nimmt's gelassen

Nach teils langjährigem Engagement geben im Hinblick auf die Gesamterneuerungswahlen in Ausserrhoden etliche ihre Kommissionssitze frei. Urnäsch steht vor 14 Rücktritten. Der Gemeindepräsident will nicht dramatisieren.
Roger Fuchs
Kommissionen haben einen grossen Einfluss auf das Tagesgeschäft in der Gemeinde Urnäsch. Bild: Benjamin Manser

Kommissionen haben einen grossen Einfluss auf das Tagesgeschäft in der Gemeinde Urnäsch. Bild: Benjamin Manser

Nebst den bereits bekannten Rücktritten von Käthi Nef-Alder aus dem Kantonsrat und Gemeinderat Christian Knöpfel, liegen auf Ende Amtsjahr in der Gemeinde Urnäsch vierzehn Kommissionsrücktritte vor. «Das ist zwar nicht alltäglich, aber auch nicht erschreckend», kommentiert Gemeindepräsident Peter Kürsteiner. Unter den Zurücktretenden hätten mehrere 10 bis 20 Amtsjahre geleistet. Überdies könnten drei Personen 20 und mehr Amtsjahre vorweisen. Ulrich Mettler beispielsweise gehörte 29 Jahre lang der Landwirtschaftskommission an. Aus dem Abstimmungsbüro wird Peter Ehrbar nach 27-jährigem Engagement zurücktreten. Bei solch langem Einsatz könne man wirklich nichts gegen Demissionen haben», so Kürsteiner.

Gemeindeleben über Kommissionen organisiert

Im Vergleich mit anderen Gemeinden ist Urnäsch eine Kommune, die ihr Alltagsgeschäft ganz stark auf Kommissionen ausgerichtet hat. 23 an der Zahl sind auf der Website aufgelistet. Über 110 Personen der Gemeinde sind folglich in Kommissionen oder gemeinderätlichen Arbeitsgruppen engagiert. Zum Vergleich: In der grössten Ausserrhoder Gemeinde Herisau finden sich gerade einmal neuen Kommissionen. «In dieser grossen Gemeinde läuft das Tagesgeschäft wohl eher über die Verwaltung», kommentiert der Urnäscher Gemeindepräsident. Für sein Dorf hingegen sei der stärkere Fokus auf die Kommissionen passend und es funktioniere seit Jahren gut so. Die Tatsache, dass sich viele Kommissionen am operativen Tagesgeschäft beteiligen würden, habe zur Folge, dass Entscheide auch über den Gemeinderat hinaus breiter abgestützt seien. Von allfälliger fachlicher Überforderung will Kürsteiner nichts wissen. Durchaus könnten die Kommissionsmitglieder auch auf Fachpersonal bei der Verwaltung zählen, das in vielerlei Hinsicht mitwirke. Unter anderem nennt er das Bauamt, den Schulleiter oder die sozialen Dienste.

Angesichts der langjährigen Verankerung der Kommissionen im Dorf macht sich der Gemeindepräsident denn auch keine Sorgen hinsichtlich der Neubesetzung von zahlreichen Sitzen auf einen Schlag. «Die Kommissionen konnten wir noch immer problemlos besetzen.»

Rücktritte in der Übersicht

Konkret sind nun folgende Rücktritte eingegangen: Ulrich Mettler nach 29-jähriger Mitarbeit in der Landwirtschaftskommission (seit 1990); aus dem Abstimmungsbüro Peter Ehrbar, nach 27 Jahren (1992) und Edith Ramsauer nach 14 Jahren (2005); aus der Schulkommission Thomas Bodenmann nach 20 Jahren (1999) und Monika Steingruber nach 4 Jahren (2015); Susanne Brandenberger nach 15-jährigem Engagement in der Gemeindebibliothekskommission (2004); aus der Jugendkommission Didi Messmer nach 13-jähriger Mitarbeit (2006), Christian Bodenmann und Matthias Hachen nach 4 Jahren (2015); aus der Forstkommission Kurt Bossard nach 12-jähriger Mitarbeit (2007). Weiter: Peter Kolb, Mitglied Baubewilligungskommission seit 2011; Christian Frehner, Mitglied OK 1. August seit 2012; Fredy Eggenberger, Mitglied der Energiekommission seit 2013, Philippe Michel, Mitglied Marktkommission seit 2014.

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