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URNÄSCH: «Alpwirtschaft ist Kulturpflege»

An der diesjährigen Älplerzusammenkunft waren Reorganisationen und Neuerungen in der Alpwirtschaft die Themen, und fünf Älper wurden geehrt.
Werner Walser, Paul Preisig, Walter Zellweger, Ernst Pfändler, Andy Brunner und Ernst Schläpfer wurden mit Diplomen geehrt. (Bild: EF)

Werner Walser, Paul Preisig, Walter Zellweger, Ernst Pfändler, Andy Brunner und Ernst Schläpfer wurden mit Diplomen geehrt. (Bild: EF)

Nahezu 100 Älpler und Interessierte trafen sich Ende vergangener Woche im Rossfallsaal. Eingeladen hatte das Amt für Landwirtschaft und die Alpkommission, vertreten durch Präsident Walter Zellweger. Stefan Müller, Landeshauptmann Appenzell Innerrhoden, informierte über die Reorganisation im SAV (Schweizerischer Alpwirtschaftlicher Verband) und über die Umsetzung. Noch sei nicht alles ganz geklärt. Aus seiner Sicht sollte mehr Geld in die Alpwirtschaft verschoben werden. Die Aufgabe der Älpler sei nicht zu unterschätzen. Die Offenhaltung der Wege und die Weidenpflege sei hier zum Glück kein Thema, aber es gebe andere Herausforderungen: Produktion und Qualität, ein hohes Konsumentenvertrauen für landwirtschaftliche Erzeugnisse aus dem Sömmerungsgebiet, ein Wolfskonzept und Herdenschutz. Alpwirtschaft sei Kulturpflege. «Unsere Alpen sind Imageträger für den Schweizer Tourismus. Sie sind Identitätsstiftend und Träger des kulturellen Erbes der Schweiz», betonte Müller. Ziele seien unter anderem, die Alpwirtschaft in den Kantonen zu stärken, Kontakte in die Kantone und Regionen sicherzustellen sowie die Leistungen des SAV zugunsten der Alpwirtschaft zu optimieren.

Ehrungen und ein Vortrag von Mäddel Fuchs

Über Neuerungen in der Alpwirtschaft, über Verbesserung von Kurzalpung und Verordnungen über Zufuhr von Futter als Überbrückung informierte Peter Lenggenhager, Leiter Direktzahlungen und Tierzucht. Für zehn Jahre Alphirt auf der mittleren und oberen Petersalp wurde Ernst Schläpfer geehrt; für 15 Jahre auf Bellis und Grosse Schwäg­alp Paul und Ida Preisig; für fünf Jahre auf der Schüssenalp Ernst Pfändler; für fünf Jahre auf dem Älpli Werner Walser; für fünf Jahre auf der Alp Garten Andy Brunner. Im zweiten Teil des Abends erzählte Mäddel Fuchs in seinem Vortrag «Sennen und Heubauern» aus früheren Zeiten. Er berichtete unter anderem von Hungersnöten in der Region, vom Getreideanbau im Appenzellerland, von kleinen Ernten und der damit verbundenen Umstellung auf Milchwirtschaft oder von den ersten Stierschauen.

Esther Ferrari

redaktion@appenzellerzeitung.ch

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