Geplanter neuer Fahrplan stellt Oberegg nicht zufrieden

Der Bezirksrat bemängelt im Fahrplan 2019 die Verbindungen zwischen Heiden und Oberegg. Und auch die längere Fahrzeit nach St. Gallen sei eine Verschlechterung.

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Der Bezirksrat Oberegg sieht Verbesserungspotenzial im neuen Fahrplan. (Bild: Benjamin Manser)

Der Bezirksrat Oberegg sieht Verbesserungspotenzial im neuen Fahrplan. (Bild: Benjamin Manser)

In wenigen Monaten soll der Fahrplan 2019 umgesetzt werden. Während im Frühjahr, der Zeit der offiziellen Vernehmlassungen, die vorgesehenen Anpassungen kaum thematisiert worden sind, regt sich nun in letzter Zeit vermehrt Unmut über gewisse Angebotskorrekturen.

So hält der Bezirksrat Oberegg in einem kürzlich versandten Communiqué zahlreiche Kritikpunkte an der Angebotsplanung und Fahrplangestaltung fest. Etwa ab dem Knotenpunkt Heiden. Die Verbindungen beziehungsweise Anschlüsse seien zwar nach wie vor gewährleistet, ein «Leistungs- und Komfortabbau» werde jedoch bei den weiterführenden Linien von und nach Oberegg und Reute festgestellt. So sind die Abfahrts- und Ankunftszeiten in Heiden so gewählt, dass entweder die Weiterfahrt nach Oberegg nur mit langen Wartezeiten möglich ist, respektive von Oberegg herkommend die direkten Verbindungen zu anderen Destinationen nicht mehr gegeben sind, weil die Fahrzeuge wenige Minuten vorher bereits weggefahren sind.

Als wesentlich wird auch die Hauptverbindung von und nach St. Gallen erachtet. Einerseits würden sich die Fahrzeiten hier um rund zehn Prozent verlängern und andererseits die Linien, mit sehr wenigen Ausnahmen, nun über Rehetobel führen, einer «bekanntermassen nicht gerade attraktiven Fahrstrecke», so der Bezirksrat in seinem Schreiben. Auch die Verbindungen nach Trogen (Kantonsschule AR) würden von Oberegg aus eine Verschlechterung erfahren. Positiv an der Fahrplanumstellung seien die optimierten Anschlüsse in Heerbrugg. Dort werden die Wartezeiten deutlich verkürzt. Sofern der Fahrplan, trotz allfälliger Baustelle oder widrigen Strassenverhältnissen, minutengenau eingehalten werden kann, resultieren sehr kurze Wartezeiten, damit verbunden auch sehr knappe Umsteigezeiten. Allerdings sei festzustellen, hält der Bezirksrat weiter fest, dass die Oberegger Schülerinnen und Schüler an der Kantonsschule Heerbrugg, die mit dem Postauto fahren, deutlich mehr Leerzeit in Kauf nehmen müssen, bis die Schule beginnt. Diese Feststellungen hat der Bezirksrat sowohl der PostAuto Schweiz AG, Region Ostschweiz, als auch dem zuständigen kantonalen Departement mitgeteilt. (bk)