Unterwegs zum Kilimandscharo

Anstrengender Expeditions-Beginn in Afrika Bericht von Nöldi Forrers Expedition zum Kilimandscharo Die Abreise der Expeditionsgruppe fand gestaffelt statt, mit jeweils Treffpunkt am Flughafen Zürich um 6.30 Uhr morgens.

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Schwinger Nöldi Forrer im Bus auf dem Weg zum Fusse des Kilimandscharo. (Bild: pd)

Schwinger Nöldi Forrer im Bus auf dem Weg zum Fusse des Kilimandscharo. (Bild: pd)

Anstrengender Expeditions-Beginn in Afrika

Bericht von Nöldi Forrers Expedition zum Kilimandscharo

Die Abreise der Expeditionsgruppe fand gestaffelt statt, mit jeweils Treffpunkt am Flughafen Zürich um 6.30 Uhr morgens. Die erste kleine Gruppe von fünf Personen traf sich am Freitag, die grosse Gruppe von 33 Personen traf sich am Samstag früh. Das Gepäck stellte dabei am Samstag die grösste Herausforderung dar. Später am Zoll löste so manches Spezialwerkzeug, beispielsweise die Wasserpumpe für ein besorgtes Stirnrunzeln bei den Kontrollbehörden aus. Die Expeditionsteilnehmer waren frisch, ausgeruht und voller Tatendrang. Nach diversen Interviews und Fotos wurde durch Stephan Holderegger das «Go» erteilt und das Flugzeug erobert.

Die Anreise nach Nairobi und der anschliessende Transport zur Hotelanlage verlief problemlos, während die erste «gemeinsame» Nacht durchaus die eine oder andere Überraschung bereithielt. So wollte ein Teil der Gruppe ihre mentale Vorbereitung unter Beweis stellen, indem die Nacht mit viel Lachen, Pool-Party und dem Vertilgen der mitgebrachten Notvorräten wie «Appenzeller» und anderen Medizingetränken (Rotwein für das Herz, Bier als isotonischer Durstlöscher) zum Tage gemacht wurde.

Nächtliche Annäherungen

Nöldi Forrer und Michael Bless hatten aus anderen Gründen eine aussergewöhnliche Nacht. Das gemeinsame Hotelzimmer glänzte durch ein weiches Doppelbett. Ein Doppelbett, das zwar dem Kampfgewicht unserer beiden Schwinger gewachsen war, aber die Belastung seinerseits dadurch rächte, dass die Gewichtsverlagerung die beiden Schwinger ungewollt in der Mitte des Bettes näher zusammenrücken liess.

Nach einer für manchen allzu kurzen Nacht fand um 8 Uhr das gemeinsame Frühstück statt. Vor allem die frischen Früchte fanden grossen Anklang, der Vitaminhaushalt wurde vielerorts vorsorglich gefüllt.

Die Gepäck-Deponie in der Empfangshalle war beeindruckend. Noch beeindruckender war aber das anschliessende Verstauen der Basecamp-Taschen auf die Fahrzeuge. So eine Expeditions-Tasche hat ein durchschnittliches Gewicht von 25 Kilogramm und ist damit nicht gerade ein Leichtgewicht. Während die verschiedenen Angestellten ihre Mühe damit bekundeten, die Taschen von der Strasse auf das etwa drei Meter hohe Fahrzeugdach zu hieven, wollten Nöldi Forrer und Michael Bless wohl das rituelle Morgentraining absolvieren. Sie schnappten sich die Taschen und warfen sie mit viel Körpereinsatz der auf dem Autodach stehenden Person zu. Da staunte auch das Hotelpersonal.

Leider mussten sich die Expeditionsteilnehmer vor der Abfahrt von zwei Kollegen verabschieden, die aufgrund eines traurigen Familienanlasses gezwungen waren, die Rückreise anzutreten. Marianne und Werner Göschler, der Rest der Gruppe vermisst euch.

Die Fahrt von Nairobi nach Arusha war ein Schauspiel anderer Art. Ein Grossteil der Fahrstrecke fand auf geteerten Strassen statt, aber so manches Wegstück war Schotterpiste mit vielen, vielen Schlaglöchern. Das ungewohnte Essen führte auch zum einen oder anderen «Nothalt», bei dem gleichzeitig die Natur bewundert werden konnte. Affen, und damit waren nicht die Teilnehmer gemeint, Sträusse, diverse Nutztiere und die unbekannte Fauna stiessen auf grosses Interesse. Nach dem Grenzübertritt nach Tansania fand das Mittagessen im «Felde» statt. Unter einem Baum, unweit der Strasse hatten fleissige Helfer einen provisorischen Grill aufgebaut, die Reisegruppe konnte sich zu Tisch verwöhnen lassen und das gute Essen inmitten einer atemberaubenden Kulisse geniessen.

Trotz der abwechslungsreichen Landschaft konnte ein Teil der Expedition nicht die Finger von des Schweizer liebster Freizeitbeschäftigung lassen: Jassen. Als Gewinner der Jassrunde wurde Nöldi Forrer ermittelt. Michael Bless gab jeweils zu Beginn Gas, um schliesslich gegen Ende mit Kondition wieder an Boden zu gewinnen. Ob sich der Kampf auf dem Kilimanjaro wohl ähnlich gestalten wird? Zumindest fand unterwegs schon eine Aufwärmrunde statt: Der Zwischenhalt an einer Tankstelle wurde für einen spontanen, freundschaftlichen Kampf genutzt.

In Arusha angekommen, wurden schnell die Zimmer bezogen, um sich im Pool von der staubigen Anreise zu erholen und gemeinsam das bisherige Tagesgeschehen zu verarbeiten (oder nach der vergangenen kurzen Nacht Entspannung zu finden). Das spätere Nachtessen fand über mehrere Zwischengänge statt und gab dem Tag die perfekte Abrundung. (pd)

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