Unterwegs in päpstlicher Mission

Kürzlich ist Yves Frei nach Rom gereist. Er hat sich entschieden, der Päpstlichen Schweizergarde zu dienen. Im Interview erklärt der 20jährige Walzenhauser seine Beweggründe, für zwei Jahre Freundin, Familie und den Job hinter sich zu lassen.

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Yves Frei wird für zwei Jahre in der Schweizergarde dienen. (Bild: pd)

Yves Frei wird für zwei Jahre in der Schweizergarde dienen. (Bild: pd)

Wann haben Sie sich das erste Mal mit dem Gedanken befasst, nach Rom zu gehen?

Yves Frei: Vor einigen Jahren führte uns die Ministrantenreise nach Rom. Wir besuchten das Garde-Quartier, was ich sehr spannend fand und mich sehr beeindruckte. Das war für mich ein einschneidendes Erlebnis, das mich all die Jahre begleitet hat. Letztes Jahr durfte ich eine Schnupperwoche im Vatikan verbringen. Im Januar dieses Jahres habe ich mich dann angemeldet.

Weshalb die Päpstliche Schweizergarde und nicht eine Weltreise?

Frei: Ich bin schon seit ewiger Zeit Ministrant und Lektor. Der Glaube prägt mich sehr. Dies ist unter anderem ein Grund, weshalb ich mich entschieden habe, Schweizergardist zu werden. Dann ist da noch die wunderschöne Stadt, die Sprache und vieles mehr. Wäre es nicht die Garde gewesen, dann vielleicht doch ein fernes Land. Ich wollte mich verändern, eine neue Herausforderung annehmen. Sicherlich werde ich dort viel lernen; Disziplin, Ordnung, Durchhaltewillen. Das wird mich in meinem Leben einen grossen Schritt weiter bringen.

Was ist mit sozialen Medien wie WhatsApp und Facebook?

Frei: Sicher werde ich in der Freizeit mit meiner Freundin, der Familie und den Freunden skypen und so die Kontakte pflegen. Aber man kann mich auch jederzeit besuchen, wenn ich halt nicht gerade im Dienst bin.

Wann dürfen Sie das erste Mal nach Hause?

Frei: Das wird in acht Monaten sein, dann habe ich erstmals Ferien. Und sicherlich werde ich dann heim kommen, darauf freue ich mich natürlich.

Was wollen Sie nach Ihrer Rückkehr in voraussichtlich zwei Jahren machen? Gibt es da bereits Pläne?

Frei: Ich werde 25 Monate in Rom bleiben und plane dann die Heimreise. Was dann kommt, weiss ich zurzeit noch nicht. Ich möchte mich jetzt auch noch nicht festlegen. (pd)