UNTERWASSER: Vom Winter an kann gebouldert werden

Die Pläne sind gezeichnet, das benötigte Geld zusammen und viele Helfer werden sich engagieren: Nun wird die ehemalige Squash-Box in der Tennishalle in eine Boulderanlage verwandelt.

Sabine Schmid
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Die treibenden Kräfte hinter der Boulder-Box in der Tennishalle Unterwasser: (von links) Daniel Wickli, Susanne Lehner und Norbert Fischbacher. (Bild: PD)

Die treibenden Kräfte hinter der Boulder-Box in der Tennishalle Unterwasser: (von links) Daniel Wickli, Susanne Lehner und Norbert Fischbacher. (Bild: PD)

Sabine Schmid

sabine.schmid@toggenburgmedien.ch

Das oberste Toggenburg wird um eine sportliche Attraktion reicher: Die kaum noch benutzte Squash-Box in der Tennishalle wird in eine Boulder-Box umgebaut. Dort kann frei geklettert werden, sprich in Absprunghöhe und ohne Seilsicherung. In den vergangenen Monaten haben Daniel Wickli, Susanne Lehner und Norbert Fischbacher auf der Plattform Lokalhelden.ch Geld dafür gesammelt. «Wir haben den angestrebten Betrag von 40000 Franken erhalten und konnten in diesen Tagen mit dem Bau beginnen», sagt Daniel Wickli, der sich auf diesem Weg bei allen Unterstützern sowie bei der Gemeinde Wildhaus-Alt St. Johann und der Raiffeisenbank bedankt. Gebaut und betreut wird die Boulder-Anlage in Unterwasser vom Verein Boulder-Box, der mit diesem Zweck gegründet wurde.

Klettern ohne Seilsicherung

Zusammen mit freiwilligen Helfern, die als Unterstützung für das Projekt ihre Arbeitskraft angeboten haben, richten die Vereinsmitglieder nun die Box ein. Hauptbestandteil werden drei Klötze aus Holz, an denen die Klettergriffe montiert werden. «Wir werden diese so anbringen, dass möglichst viele verschiedene Routen geklettert werden können», erklärt Daniel Wickli. Die Klötze werden anschliessend mit einem Belag überzogen, damit die Sportler, die Kletterfinken anziehen, nicht mit den Füssen abrutschen.

Da beim Bouldern keine Seilsicherung benutzt wird, wird bei der Anlage eine Maximalhöhe vorgegeben. Auf den Boden werden dicke Matten gelegt, die die Absprünge der Kletterer dämpfen.

Die Bauarbeiten werden in den kommenden Wochen ausgeführt. Geplant ist, dass die Boulder-Box auf Anfang Wintersaison eröffnet werden kann.

Bouldern wird für alle möglich sein

«Da die komplizierte Seiltechnik zum Sichern wegfalle, müsse nicht zwingend jemand vom Verein dauernd in der Boulder-Box sein und den Betrieb überwachen», erklärt Daniel Wickli. Dennoch sei es ein Anliegen des Vereins, den Sport im Obertoggenburg bekannt zu machen und es seien Einführungskurse geplant. «Bouldern kann aber auch ein Teil bei einem Firmenworkshop sein oder in einem Schullager als Ergänzung angeboten werden», sagt Daniel Wickli.

Wer die Boulder-Box nutzen will, muss sich nicht anmelden, wohl aber einen Eintritt bezahlen. «Wir bieten auch Abonnemente an», sagt Daniel Wickli. Zudem ist in der Mitgliedschaft des Vereins Boulder-Box ein Jahresabonnement inbegriffen. Die benötigten Kletterfinken können in der Tennishalle gemietet werden.

Weitere Informationen unter www.boulderbox.ch.