Unterschriften werden neu gesammelt

Das Initiativkomitee zur Rettung des Schiesssportzentrums in Teufen gibt nicht auf. Die Unterschriftensammlung wird neu lanciert. Das Moratorium der Gemeinde läuft bis heute.

Astrid Zysset
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Die Genossenschaft des Schiesssportzentrums hat seit der Einweihung 2012 aufgrund einer Baukostenüberschreitung und eines fehlenden Businessplans mit Geldproblemen zu kämpfen. (Bild: Ralph Ribi)

Die Genossenschaft des Schiesssportzentrums hat seit der Einweihung 2012 aufgrund einer Baukostenüberschreitung und eines fehlenden Businessplans mit Geldproblemen zu kämpfen. (Bild: Ralph Ribi)

Der Fall ist für die Genossenschaft des Schiesssportzentrums Teufen (SSZ) klar: Aufgeben kommt nicht in Frage. Darum lanciert sie die Unterschriftensammlung neu. «Ich fühle mich verpflichtet gegenüber den Jüngeren. Die Junioren vom Nationalkader und der Sportlerschule Appenzellerland trainieren dort. Wo sollen die sonst hin?», sagt Heinz Bolliger, Vizepräsident der Genossenschaft.

Rückblick: Kürzlich erklärte die Gemeinde die am 25. Januar eingereichte Initiative zur Rettung des in finanzielle Schieflage geratenen Schiesssportzentrums für formell ungültig. Die Adressen der Mitglieder des Initiativkomitees seien nicht korrekt aufgelistet worden. Für Bolliger ist diese Erklärung eine «Spitzfindigkeit der Gemeinde». Er räumt aber den Fehler ein. Die Adressen seien bei den gesammelten Unterschriften aufgeführt gewesen, da die Mitglieder selbst unterzeichneten. Allerdings reichte das nicht aus, um die formalen Kriterien an eine Initiative zu erfüllen.

Bolliger wollte diesen Entscheid nicht hinnehmen und schaltete einen Anwalt ein. Eine Beschwerde werde nun aber doch nicht eingereicht. Zu gering seien die Erfolgsaussichten. Was bleibt, ist aufzugeben oder die Unterschriftensammlung neu zu lancieren. «Die Gemeinde hat uns in Aussicht gestellt, dass wir die eingereichten Unterschriftenbogen zurück erhalten werden», so Bolliger. Somit sei es ein Leichtes, die Unterzeichnenden ausfindig zu machen und erneut zur Unterschrift zu bitten.

Noch bis heute läuft die Frist der Gemeinde, bis zu welcher die Genossenschaft eine Stellungnahme zum weiteren Vorgehen formulieren kann. Gestern Abend traf sich das Komitee zu einer Sitzung, um die Unterschriftensammlung im Detail zu besprechen. Bolliger kündigte an, dass er noch in der Nacht die Mitteilung an die Gemeinde aufsetzen wolle. «Zum Sport gehören Siege und Niederlagen. Wichtig ist, nach Niederlagen wieder aufzustehen und weiterzukämpfen. Und das wollen wir nun tun», so Bolliger.