In Unterrechstein entsteht ein Gesundheitszentrum

Das Appenzeller Heilbad baut sein Angebot mit Fitnessraum und Restaurant aus. «Damit wollen wir weniger saisonabhängig werden», sagt Geschäftsführer Sandro Agosti.

Karin Erni
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Sportwissenschafter Fabian Kühne demonstriert die Kraftgeräte.

Sportwissenschafter Fabian Kühne demonstriert die Kraftgeräte.

Bild: Karin Erni

Nach rund einem halben Jahr Bauzeit eröffnet am 30. Oktober der neue Fitnessraum im Appenzeller Heilbad in Unterrechstein. Auf 200 Quadratmetern verteilen sich modernste Kraft- und Ausdauergeräte sowie einen Bereich für das funktionelle Training. Das Ambiente ist durch die grossen Fenster lichtdurchflutet und bietet Aussicht in die Natur. «Das Zusatzangebot ist ein weiterer Schritt hin zum Ziel, weniger saisonabhängig zu werden», sagt Geschäftsführer Sandro Agosti. «Zusammen mit der neuen gastronomischen Ausrichtung will das Heilbad vermehrt Gäste ansprechen, die sich einen ganzheitlichen Gesundheitstag im Appenzellerland gönnen wollen.» Rund eine Million Franken wurde in das Projekt investiert.

Geschäftsführer Sandro Agosti.

Geschäftsführer Sandro Agosti.

PD

Möglich wurde die Diversifikation durch die Zusammenarbeit mit der Orthopädie St.Gallen, deren Ärzte in der Hirslanden Klinik in Heiden tätig sind. Schon seit vergangenem Jahr ist deren Physiotherapie in den Räumlichkeiten des Heilbads eingemietet. «Durch diese Partnerschaft haben wir zusätzlich medizinisches Know-how im Haus», sagt Agosti. Die Physiotherapie unter der Leitung von Sascha Niedzielski wird in zwei angegliederten Räumen des Fitnessraums durchgeführt. «Day Rehab», die ambulante Therapie nach einer Operation sei im Trend, sagt Agosti. «Die Patienten bleiben in ihrer gewohnten Umgebung und besuchen bei uns die Physiotherapie. Je nach Bedarf wird Bewegung im Heilwasser oder im Fitnessraum zur Unterstützung eingesetzt.»

Qualitativ hochstehende Trainingsgeräte

«Die Geräte des renommierten Herstellers Technogym ermöglichen ein vielseitiges und sicheres Training», sagt Sportwissenschafter Fabian Kühne von der Orthopädie St. Gallen. «Ob Rehapatient, Freizeitsportler oder Profi – jeder kann an seiner individuellen Leistungsgrenze trainieren. Künstliche Intelligenz sorgt für optimalen Trainingserfolg und verhindert körperliche Überlastungen.»

Der Fitnessraum sei durch «QualiCert» für betreutes und unbetreutes Training zertifiziert, ergänzt Betriebsleiterin Ursula Kuratli. «Dadurch ist es möglich, von der Krankenkasse einen Beitrag zu erhalten. Sie hebt zusätzlich die Einzigartigkeit der neuen Sonnenterrasse auf dem Dach hervor. «Nebst Baden und Training ist auch Ruhe und Entspannung wichtig für die Gesundheit. Hier oben können die Gäste zusätzlich frische Luft und Vitamin D tanken.»

Moderne Trainingsgeräte im Fitnessraum.

Moderne Trainingsgeräte im Fitnessraum.

Bild: PD

Probelektionen sind auf Voranmeldung möglich. Das Appenzeller Heilbad bietet verschiedene Abovarianten in Kombination mit Bad und Sauna zu moderaten Preisen an. Als Besonderheit können die Gäste auch einen Einzeleintritt für Bad und Fitness lösen. Sorgen um eine Corona-Ansteckung müssen sich die Besucher des Heilbads nicht machen. Im gut gelüfteten Fitnessraum dürfen nur 15 Personen gleichzeitig trainieren. Auch im Bad herrsche selten ein Grossandrang, sagt Sandro Agosti. «Wir sind klein, aber fein.»

Genuss und Gesundheit auf dem Teller

Aufgestockt wurde auch im kulinarischen Bereich. Das bereits bestehende Bistro präsentiert sich leicht verändert und mit einem erweiterten Angebot. Zusätzlich werden die Gäste ab 12. November auch im benachbarten Restaurant Mineralbad wieder bewirtet. Es ist von Mittwoch bis Samstag jeweils am Abend ab 18 Uhr geöffnet. «Nach dem Wegzug der Familie D’Amato fanden wir es schade, das Potenzial der Liegenschaft nicht zu nutzen», sagt Sandro Agosti.

Das Restaurant Mineralbad wird nach längerer Pause wiedereröffnet.

Das Restaurant Mineralbad wird nach längerer Pause wiedereröffnet.

Bild. KER

Für das gastronomische Angebot in Bistro und Restaurant ist Eric Dufeu verantwortlich. Ihn kennt man von seiner Tätigkeit als Küchenchef im Bären Hundwil. Der gebürtige Franzose hat sich einer regionalen und saisonalen Frischmarktküche verschrieben. Unterstützt wird er von der stellvertretenden Betriebsleiterin Maria Gmünder. Die ehemalige Wirtin im «Rössli am Kaien» will interessante Weine anbieten und sporadisch Themenabende durchführen.