Unternehmenssteuer

Ursprünglich plante der Regierungsrat keine Steuererhöhung für Unternehmen. Die Parteien forderten daraufhin eine Gleichbehandlung von Unternehmen und Staatsbürgern, für die eine Steuererhöhung bereits in diesem Jahr in Kraft tritt.

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Ursprünglich plante der Regierungsrat keine Steuererhöhung für Unternehmen. Die Parteien forderten daraufhin eine Gleichbehandlung von Unternehmen und Staatsbürgern, für die eine Steuererhöhung bereits in diesem Jahr in Kraft tritt. Dieses Argument habe den Regierungsrat überzeugt, sagte Finanzdirektor Köbi Frei. Die Regierung schlug deshalb eine Erhöhung der Unternehmenssteuer von 6 auf 6,5 Prozent vor. Einigen war dies jedoch nicht genug. So forderten Andreas Zuberbühler (pu, Rehetobel) jeweils eine Erhöhung auf 6,9 und Yves Balmer (SP, Herisau) auf 7 Prozent. Beide Vorschläge waren nicht mehrheitsfähig. Zur Diskussion stand auch die Erhöhung der minimalen Kapitalsteuer. Der Regierungsrat beantragte, den Betrag von 300 auf 700 Franken anzuheben. Die parlamentarische Kommission setzte sich gar für eine Erhöhung auf 1100 Franken ein. Dieses Ansinnen bezeichnete Finanzdirektor Köbi Frei als KMU-feindlich. Letztlich obsiegte der Antrag der Regierung. Daraus resultiert ein Ertrag von 450 000 Franken für den Kanton und 550 000 Franken für die Gemeinden. Gemäss Regierungsrat wird mit der minimalen Kapitalsteuer dem Umstand Rechnung getragen, dass rund 60 Prozent aller Kapitalgesellschaften und Genossenschaften keine Gewinnsteuern entrichten. (mge/pk)

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