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Unternehmen sind zu Veränderungen gezwungen

Neue Technologien und Produkte erfordern von viele Branchen Flexibilität. Immerhin: Oft bleibt Zeit, zu reagieren, wie am neunten Unternehmensspiegel Ostschweiz Appenzellerland dargelegt wurde.
Roger Fuchs
Sebastian Wörwag, Rektor der FHS, leitet die Gesprächsrunde mit Ueli Manser, Direktor Appenzeller Kantonalbank, René Rohner, Gewerbepräsident AR und Albert Manser, Gewerbepräsident AI. (Bild: PD)

Sebastian Wörwag, Rektor der FHS, leitet die Gesprächsrunde mit Ueli Manser, Direktor Appenzeller Kantonalbank, René Rohner, Gewerbepräsident AR und Albert Manser, Gewerbepräsident AI. (Bild: PD)

Die Musikindustrie ist das beste Beispiel: Neue Produkte und Angebote haben alte wie die Kassette oder CD verdrängt. Im Fachjargon wird bei solch grundlegenden Veränderungen von «disruptiven Veränderungen» gesprochen. Unter diesem Titel hat das Institut für Unternehmensführung IFU-FHS der Fachhochschule St. Gallen am Mittwoch zum neunten Unternehmensspiegel Ostschweiz Appenzellerland geladen. Ein chinesisches Sprichwort im Grusswort des Innerrhoder Landammanns Daniel Fässler fand auch Niederschlag in den Diskussionsrunden. Demnach können im Wind der Veränderung entweder Mauern oder Windmühlen gebaut werden. Am Abend selbst zeigten die aufgetretenen Unternehmer eine grosse Offenheit gegenüber Veränderungen. Tipps zum Umgang mit solchen hielt Roland Waibel, Leiter des Instituts für Unternehmensführung an der FHS bereit. Demnach gelte es beispielsweise, nicht nur an bestehende, sondern auch an neue Kunden zu denken. Das Gute an allem: «Veränderungen kommen nicht plötzlich», so Waibel. KMU und Gewerbebetriebe könnten sich darauf vorbereiten. Wie ein erstes Ergebnis des diesjährigen KMU-Spiegels der FHS zeigt, erwarten 33 Prozent der KMU starke Veränderungen in den nächsten zwölf Monaten.

Mittendrin statt erst davor

Mit René Rohner, Gewerbepräsident AR, Albert Manser, Gewerbepräsident AI, sowie Ueli Manser, Direktor der Appenzeller Kantonalbank, wurde die Theorie schliesslich konkret. René Rohner und Albert Manser arbeiten beide in der Holzbranche. Auf sie warten nicht nur weitere Veränderungen in den Bereichen Produktion und Montage, sie seien mitten in den Veränderungen drin. Bankdirektor Ueli Manser sieht sich nicht als Treiber von Umwälzungen. Das A und O einer Bank sei, stabil zu sein. Dennoch: «Themen wie das E-Banking sind da», so Ueli Manser. Es werde laufend verfolgt, wo sich wieder etwas Marktfähiges öffne.

Eine zweite Gesprächsrunde bestritten Melanie Dähler-Goldener vom gleichnamigen Modehaus und Markus Rusch, Geschäftsführer der Appenzeller Druckerei AG. Obschon der Online-Versandhändler Zalando die Modebranche disrupiert, gibt sich Melanie Dähler-Goldener optimistisch. Durch die Optimierung der Beratungsqualität hätten sie eine grosse Stammkundschaft aufbauen können. Zu Massnahmen ist man auch bei der Werbung gezwungen: Über fünfzig Prozent des Marketingbudgets wandere heute in den Online-Bereich.

Markus Rusch hat mit dem Problem zu kämpfen, dass die Kunden zwar zufrieden sind, aber dennoch abspringen. Er spricht von einem markanten Preiszerfall und Umsatzverlust in den letzten drei Jahren. Hoffnung wittert er im Lokalen und darin, den Kunden Gesamtlösungen von Internetauftritten bis hin zu qualitativ hochwertigen Printprodukten anbieten zu können.

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