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Industrieareal «Untere Fabrik» erneut Thema im Herisauer Einwohnerrat

Seit 2018 ist die Zukunft des Industrieareals Kempf ungewiss. Der Einwohnerrat war nicht auf das Geschäft eingetreten. Nun kommt wieder Schwung in die Thematik.
Alessia Pagani
Die Entwicklung im Herisauer Industriegebiet «Untere Fabrik» ist seit dem Entscheid des Einwohnerrates im Jahr 2018 blockiert. (Bild: Alessia Pagani)

Die Entwicklung im Herisauer Industriegebiet «Untere Fabrik» ist seit dem Entscheid des Einwohnerrates im Jahr 2018 blockiert. (Bild: Alessia Pagani)

Die Thematik «Untere Fabrik» könnte in naher Zukunft wieder aktuell werden. Kürzlich hat der Einwohnerrat Herisau die Ratsmitglieder zu einer Informationsveranstaltung geladen. Teilgenommen haben nebst den Einwohnerrätinnen und Einwohnerräten der Herisauer Gemeinderat sowie die Grundeigentümer und verschiedene Experten. Ziel war gemäss Einwohnerratspräsident Thomas Forster, herauszufinden, ob der Gemeinderat das Geschäft nochmals traktandieren soll beziehungsweise ob die Einwohnerrätinnen und Einwohnerräte bereit seien, nochmals darüber zu diskutieren.

Der Gemeinderat beschäftigt sich seit über acht Jahren mit diesem Projekt. Ziel ist es, das Entwicklungspotenzial auf dem 7600 Quadratmeter grossen Gewerbeareal Kempf zu erhöhen. Vorgesehen war, dass das Areal von der Industrie- in die Wohn- und Gewerbezone umgezont wird. Dem Einwohnerrat wurde ein entsprechender Teilzonenplan vorgelegt. Vor allem die geplanten Wohnbauten stiessen auf Kritik. Gewünscht wurde mehrfach ein grösserer Gewerbeanteil. Nachdem der Einwohnerrat an seiner Sitzung vom Januar 2018 nicht auf das Geschäft eingetreten war, ist die Entwicklung in besagtem Gebiet blockiert. Was mit dem Areal passiert, war mit dem Verdikt des Einwohnerrates ungewiss. Nun hat der Einwohnerrat die Initiative ergriffen und will das Projekt wieder aufs Tapet bringen. Forster:

«Der Herisauer Einwohnerrat ist sich bewusst, dass Handlungsbedarf besteht und eine Lösung gefunden werden muss.»

Mit Fragebogen Anliegen herausspüren

Mit der Informationsveranstaltung hat der Einwohnerrat erreichen wollen, dass alle Involvierten auf dem gleichen Wissensstand sind. Dies vor allem auch, weil mit den Gesamterneuerungswahlen im Frühjahr zehn Neue im Einwohnerrat Einsitz genommen haben und mit PU/Gewerbe eine neue Fraktion im Gemeindeparlament politisiert. Forster:

«Wir wollten spüren, ob es Sinn macht, das gleiche Geschäft unverändert nochmals zu traktandieren.»

Den Einwohnerrätinnen und Einwohnerräten wurde zu diesem Zweck ein Fragebogen verteilt. Erste Resultate werden gemäss Thomas Forster in drei bis vier Wochen vorliegen. Forster:

«Es sind klare Äusserungen gefallen, was geschehen soll.»

Die Ideen seien allerdings sehr unterschiedlich. Allzu viel möchte Forster vor der Auswertung der Fragebögen nicht sagen, nur so viel: «Es wird eine Herkulesaufgabe sein, alle dazu zu bringen, ein Projekt zu befürworten.»

Sollte die Auswertung der Umfrage ergeben, dass es keinen Sinn macht, das unveränderte Projekt nochmals zu traktandieren, ist wiederum der Gemeinderat gefragt. Dieser müsste dem Einwohnerrat schliesslich eine neue Vorlage unterbreiten, um die nun blockierte Entwicklung des Gebiets voranzutreiben.

Auch Kanton hat Interesse an Weiterentwicklung

Dass die Planung im Gebiet «Untere Fabrik» wieder an die Hand genommen wird, ist auch für den Kanton von Interesse. Handlungsbedarf besteht aufgrund einer akuten Hochwassergefährdung. Regierungsrat Dölf Biasotto wandte sich bereits im Juni 2018 an den Gemeinderat mit der Bitte, den Einwohnerrat zu ersuchen, auf das Geschäft zurückzukommen. «Durch das Nichteintreten auf das Geschäft waren die Signale des Einwohnerrates unklar. Mit einer erneuten Behandlung im Einwohnerrat erhoffen wir uns Klarheit, wie es weitergeht», erklärt Lukas Gunzenreiner vom Departement Bau und Volkswirtschaft.

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