Die Besucher der Authentica Spezialitätenmesse legen grossen Wert auf die Produktequalität.

Dieses Wochenende findet die Authentica Spezialitätenmesse im Kapuzinerkloster in Appenzell statt. Es werden kulinarische Spezialitäten und Handwerksprodukte ausgestellt. Geschäftsführerin Sarah Christ erklärt, was die Authentica ist, was Appenzell als Standort besonders macht und was alles ausgestellt wird.

Gwendoline Flückiger
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Sarah Christ, was zeichnet die Authentica aus?

Der Austausch, der stattfindet. Die Kleinproduzenten sind persönlich da und präsentieren ihre Produkte. Sie erklären, wie es zum Endprodukt kommt, worauf geachtet werden muss und beantworten Fragen der Konsumenten. Es ist eine direkte Begegnung zwischen den Produzenten und Kunden. Wer die Authentica besucht, lernt das Handwerk kennen und was dahinter steckt.

Hat sich etwas geändert, seit Sie die Leitung der Authentica übernommen haben?

Nein, die Messe hat sich nicht gross verändert. Es sind nach wie vor ungefähr 60 Aussteller in den Bereichen Handwerk und Kulinarik. Das Angebot ist sehr breit, von Backwaren, Destillaten über Schuhe, bis hin zu Hüten. Ende letztes Jahr war geplant, dass René Fritschi mein Co-geschäftsführer wird. Seine Pläne haben sich allerdings geändert und aus diesem Grund habe ich momentan die alleinige Leitung.

Wer besucht die Spezialitätenmesse normalerweise?

Wir haben ein breites Publikum. Von Familien mit Kleinkindern über Studenten bis hin zu Rentnern. Unsere Besucher legen grossen Wert auf die Qualität der Produkte. Sie schätzen die Arbeit der Kleinproduzenten und sind auch bereit, den Preis dafür zu bezahlen. Und viele sind ausserdem auch sehr neugierig. Wir sagen immer, dass unser Publikum aus Entdeckern und Geniessern besteht.

Sarah Christ, Geschäftsführerin des Vereins "Authentica Schweiz" Bild:PD

Sarah Christ, Geschäftsführerin des Vereins "Authentica Schweiz" Bild:PD

Wer darf alles an der Authentica Spezialitätenmesse ausstellen?

Alle Mitglieder aus unserem Verein «Authentica Schweiz». Das heisst alle, die durch unser Bewerbungsverfahren gekommen sind. Wir prüfen immer, wie gross das Unternehmen ist, ob das Handwerk wirklich von Hand gemacht wird und wie die Handwerker mit ihren Ressourcen umgehen. In anderen Worten: Wir prüfen die Authentizität der zukünftigen Mitglieder. Unser Ziel ist es, kleine Handwerker-Unternehmen zu unterstützen. Einige unserer Mitglieder machen alles zu zweit oder sogar alleine.

Die Messe findet dieses Wochenende zum vierten Mal in Appenzell statt. Was hat sich in den letzten Jahren geändert?

Grundsätzlich ist vieles gleich geblieben, da es sich bewährt hat. In den letzten Jahren haben wir besonders die Festwirtschaft ausgebaut. Wir haben auch immer Live Musik aus Appenzell. Dieses Jahr stellt sich das Zunfthaus erstmals im Kollektiv vor. Es ist an diesem Stand gewünscht, dass die Besucher sich aktiv beteiligen. Man kann beispielsweise Zinn giessen.

Was macht Appenzell als Standort für die Authentica speziell?

Im Grunde genommen hat jeder Standort etwas besonderes. Das Kapuzinerkloster ist ein unglaublich stimmungsvoller Ort. Die Messe passt wunderbar zum Kloster und zu Appenzell, denn hier hat das Handwerk einen hohen Stellenwert. Deswegen sind wir sehr froh um diese Zusammenarbeit.