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Unser fürbittendes Gebet

«Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten, zu Fürbitte und Danksagung auf, und zwar für alle Menschen, für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können.» So schreibt Paulus in seinem Brief an Timotheus.
Peter Maier
Peter Maier Pfarrer Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg (Bild: pd)

Peter Maier Pfarrer Seelsorgeeinheit Oberes Toggenburg (Bild: pd)

«Vor allem fordere ich zu Bitten und Gebeten, zu Fürbitte und Danksagung auf, und zwar für alle Menschen, für die Herrscher und für alle, die Macht ausüben, damit wir in aller Frömmigkeit und Rechtschaffenheit ungestört und ruhig leben können.» So schreibt Paulus in seinem Brief an Timotheus. Der Text ist aus einer der Lesungen zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag in der Liturgie der katholischen Kirche.

Paulus ruft uns auf zum Gebet, zu Fürbitte und Danksagung. Wir sollen für die beten, die uns regieren. Damals waren das keine Christen. Paulus geht trotzdem davon aus, dass das Gebet etwas bewirkt, das heisst, dass Gott wirkt durch das fürbittende Gebet. So können auch wir getrost beten für alle unsere Politiker und für alle, die in einer vorgesetzten Position sind, auch wenn manche von ihnen nicht glauben.

Gott nötigt nicht dadurch, dass er in uns Menschen wirkt, auch in jenen, die nicht glauben. Er vermag uns jedoch gute Ideen einzugeben, für die wir uns entscheiden können. Und ob uns diese Ideen kommen, scheint tatsächlich nicht einfach eine Naturgegebenheit des Menschen zu sein, sondern steht als geistiger Bereich durchaus im Zusammenhang mit Gott, der ja auch Geist ist. So vermag er auch zu uns zu sprechen und uns Ideen einzuflössen.

Wir haben vielleicht schon lange nicht mehr überhaupt für jemanden gebetet, weil wir denken, das sei für Kinder. Doch können wir Gott nicht nach dem sichtbaren Erfolg unseres Gebetes beurteilen. Er hat seine Weise, auf unsere Anliegen einzugehen. Die Frage ist nur, ob wir ihm das glauben. Es kommt also auf unser Herz an, das sich entscheiden muss. Wer es versucht mit dem Beten für sich und für andere, der wird erleben, dass Gott immer wieder einmal so antwortet, dass wir sagen müssen: Ja, er erhört mich. Das gibt uns Vertrauen und Ausdauer, auch dann nicht aufzuhören zu beten, wenn wir keine Antwort spüren. Wenn Gott uns so hangen lässt, dann deshalb, weil er nicht ein lieber Onkel sein will, sondern weil er will, dass wir ihm einfach vertrauen, dass wir mit dem Herzen zu ihm gehören und uns ihm anvertrauen.

Das Ziel des Gebetes für die Politiker zur Zeit des Paulus war, dass die Christen «ungestört und ruhig leben können». Wir können für viele Menschen beten, die in Krieg und Terror leben, dass sie Frieden haben und «ungestört und ruhig leben können». Wir können dankbar sein für die vielen Generationen, seit denen wir Frieden haben in unserem Land und von Krieg verschont geblieben sind. Wir werden andere Anliegen finden, für die wir beten können, damit es den Menschen in unserem Land gutgeht.

Zu diesem Gebet waren wir besonders am Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag aufgerufen. Aber auch durch das Jahr sollen wir für alle Verantwortlichen in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik beten. Es ist ein Ausdruck davon, dass wir glauben, dass Gott auch die Geschicke unseres Landes in Händen hält. So hat er es durch manche Jahrhunderte getan. So bitten wir, dass er es auch weiterhin tue und unserem Land den Frieden und das Wohlergehen erhalte.

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