UNO-Schlussübung in Appenzell

Im Rahmen der Schlussübung werden seit heute in in der Region Appenzell – Gais 34 angehende Militärbeobachter aus dem In- und Ausland auf ihre Aufgabe vorbereitet.

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APPENZELL. Seit heute ist in der Region Appenzell–Gais eine vermehrte und ungewohnte Militärpräsenz wahrzunehmen: Weisse UNO-Fahrzeuge mit blauen UNO-Fahnen und Offiziere in fremden Tarnanzügen, begleitet von Schweizer Offizieren, gehören für eine Woche zum täglichen Bild. Bei diesen Leuten handelt es sich gemäss einer Medienmitteilung um Teilnehmer des diesjährigen UNO-Militärbeobachterkurses.

Der erste Teil wurde in Stans durchgeführt, nun findet in der Region der Abschluss statt. Das Hauptquartier der Übung ist in der Jugendunterkunft in Appenzell, die Übungsteilnehmer sind in der Mehrzweckhalle Weier in Gais und im Ferienhaus Schwäbrig untergebracht.

Blaumützen unterwegs

Teilnehmer des Kurses sind Offiziere aus der Schweiz und aus ausländischen Armeen. Neben den 19 Schweizern nehmen am diesjährigen Kurs 15 Frauen und Männer aus verschiedenen Ländern in Asien, Afrika und Europa teil. Rund zwanzig Schweizer Instruktoren und sieben ausländische Ausbildner, einsatzerfahrene ausgebildete Blaumützen, stellen in den verschiedensten Gebieten – von der Minenerkennung bis zur Gesprächsführung – die möglichst realitätsnahe Ausbildung sicher.

Störungen möglich

Die Übungsleitung hat den Teilnehmern klare Verhaltensregeln auferlegt. Trotzdem ist es möglich, dass es durch die auch über das Wochenende laufende Übung zu Verkehrsbehinderungen oder Lärmemissionen kommen wird, heisst es in der Mitteilung weiter. Alle Teilnehmer geben sich Mühe, solche Belästigungen so gering wie möglich zu halten und danken der Bevölkerung für das Verständnis. Den feierlichen Abschluss der Übung bildet die «closing ceremony» am 3. Juli um 16 Uhr auf dem Dorfplatz in Gais. Dazu werden auch die Teilnehmer und Instruktoren des deutschen Kurses erwartet, der parallel zum Schweizer Kurs am nördlichen Bodenseeufer stattgefunden hat.

Militärbeobachter, sogenannte «Blaumützen», kommen in vielen UNO-Missionen zum Zug: Sie sind militärische, aber unbewaffnete Einsatzkräfte der Friedenstruppen der Vereinten Nationen. Ihre Aufgabe ist das Beobachten von militärischen und zivilen Aktivitäten während eines bewaffneten Konflikts oder nach einem Friedensschluss. (pd)