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Kritik an drei neue Ausserrhoder Kantonsrätinnen, weil sie die erste Sitzung im neuen Amtsjahr verpassten

Die ehemalige Politikerin Emmy Zürcher kritisiert die drei Kantonsrätinnen, welche beim Auftakt zum neuen Amtsjahr fehlten. Diese rechtfertigen sich.
Jesko Calderara
Der Kantonsrat traf sich am 17. Juni zur ersten Sitzung des Amtsjahres 2019/2020.

Der Kantonsrat traf sich am 17. Juni zur ersten Sitzung des Amtsjahres 2019/2020.

An der ersten Kantonsratssitzung der Legislatur 2019-2023 liessen sich gleich sechs Kantonsrätinnen und Kantonsräte entschuldigen. Auffallend: Unter den Abwesenden waren mit Fabienne Duelli (SP/Wald), Irene Egli (CVP/Grub) und Gabriela Wirth Barben (PU/Speicher) drei Neulinge. Dies führte zu kritischen Leserbriefen.

Kein Verständnis für die Absenzen zeigt die ehemalige Herisauer SVP-Politikerin Emmy Zürcher. Sie gehörte während zwölf Jahren dem Kantonsrat an. «Ich finde es eigenartig, dass ausgerechnet drei frischgewählte Frauen der CVP, der SP und der PU der ersten Kantonsratssitzung der neuen Legislatur ferngeblieben sind», sagt Zürcher. Das mache sich nicht gut. Die Sitzungsdaten seien diesen Personen seit langem bekannt gewesen, so Zürcher. Als gewählte Volksvertreterin habe man Verantwortung zu Übernehmen und sei den Wählern verpflichtet. Zürcher hätte eine Teilnahme an der Sitzung von letzter Woche abgesehen davon wegen der Vereidigung der Mandatsträger für wichtig gehalten. Das Fernbleiben der drei Frauen sei hoffentlich keine Nachwirkung des Frauenstreiks, schreibt die Alt-Kantonsrätin.

Berufliche Verpflichtung verhindert Teilnahme

Den Frauenstreik erwähnt auch Corinna Stahr aus Wald in ihrem Leserbrief. Sie fragt sich angesichts des Fernbleibens der drei neugewählten Kantonsrätinnen, ob dieser weitergehe. Die Kritisierten nennen unterschiedliche Gründe für ihre Absenzen. «Ich hatte eine berufliche Verpflichtung im Ausland, welche bereits seit Juli 2017 bestand und nicht abgesagt werden konnte», sagt Gabriela Wirth Barben. Dies habe sie schon im Voraus bekanntgegeben.

Wirth Barben hatte für Schlagzeilen gesorgt, als nach den Gesamterneuerungswahlen ihre frühere Mitgliedschaft bei der umstrittenen Psychosekte Verein für psychologische Menschenkenntnis (VPM) bekannt wurde. Wie die Speicher PU-Kantonsrätin fehlte auch Fabienne Duelli aufgrund eines Auslandsaufenthalts. Sie befindet sich zurzeit mit ihrer Familie auf einer mehrmonatigen Reise. Irene Egli wiederum weilte in den Ferien. Diese habe sie eingeben müssen, bevor die Kandidatur in den Kantonsrat feststand, sagt Egli, die auch im Gruber Gemeinderat sitzt. Bei der Ferienplanung nehme man auf bekannte Sitzungstermine Rücksicht.

Gemäss dem Kantonsratsgesetz gibt es eine Pflicht zur Teilnahme an den Sitzungen. Auch die in der Geschäftsordnung des Kantonsrates beschäftigt sich ein Artikel mit diesem Thema. Demnach müssen Entschuldigungen rechtzeitig der Ratspräsidentin oder dem Ratspräsidenten bekanntgegeben werden.

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