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Kommentar zur Ablehnung des Parkierungsreglements: Unmut selber erzeugt

Alessia Pagani

Nach der Annahme der Initiative für «30 Minuten Gratis-parkieren» erleidet der Gemeinderat die zweite Schlappe innert Kürze. Nun gibt es dafür Gründe. Herisaus Behörden müssen sich an die eigene Nase fassen. Wann immer der Herisauer das Thema Parkieren vernimmt, wird er misstrauisch. Ob gerechtfertigt oder nicht, die meisten gehen augenblicklich auf Konfrontation. Dies scheint nicht weiter verwunderlich, als dass die Gemeinde durch jahrelange Fehlpolitik in Sachen Bussengeldern den Unmut der Bevölkerung systematisch erzeugt hat. Unter solchen Voraussetzungen ist eine Zustimmung schwierig. Dass in Herisau in der Bevölkerung seit Jahren eine Unzufriedenheit herrscht, macht die Arbeit der Behörden nicht einfacher. So scheint es, als würde mittlerweile der Grossteil der Bevölkerung am Gestaltungswillen des Gemeinderats zweifeln. Sicherlich nicht zuletzt darum, weil trotz des Leitspruchs «Herisau macht vorwärts» in den vergangenen Jahren kaum Projekte realisiert worden sind, man denke nur schon an den Bahnhof oder die Zentrumsgestaltung.

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