UNIHOCKEY: Sechs statt null Punkte Abstand

Nach der vierten Niederlage in den letzten fünf Spielen beendet der UHC Herisau das Jahr auf Platz acht. Die Zuger Highlands zeigten sich am Wochenende vor beiden Toren entschlossener.

Lukas Pfiffner
Drucken
Teilen
Die Herisauer Marius Wolf (43) und Adrian Zellweger (5), sowie der Zuger Niklaus Bucher konzentrieren sich auf den Ball. (Bild: Lukas Pfiffner)

Die Herisauer Marius Wolf (43) und Adrian Zellweger (5), sowie der Zuger Niklaus Bucher konzentrieren sich auf den Ball. (Bild: Lukas Pfiffner)

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

«Mach das Goal dafür nachher!», rief Herisaus Coach Steve Furrer in der 46. Minute aufmunternd ins Feld, nachdem Löhrer einen Penalty links neben das Zuger Tor geschossen hatte. 3:6 hiess es seit der zweiten Pause. Die guten Vorsätze und der Wille waren auf Seiten der Gastgeber bis in die Schlusssekunden spürbar; die Effizienz ging aber ab. Herisau verpasste es, in der Tabelle mit den Highlands gleichzuziehen. Diese revanchierten sich für die 5:7-Niederlage in der Vorrunde und erhöhten die Differenz zum UHC Herisau auf sechs Punkte.

Das Resultat war leistungsgerecht: Die Gäste wirkten über die 60 Minuten konstanter und sowohl vor dem eigenen als auch vor dem gegnerischen Tor etwas entschlossener. Näher als auf zwei Tore kamen die Herisauer in der zweiten Spielhälfte nicht mehr heran.

Das Unheil nicht bremsen können

Nur der frühe Doppelschlag zum 0:2 innert 38 Sekunden liess sich noch halbwegs korrigieren. Wetter, der in Abwesenheit der Stammcenter Keller und Stern Captain war und die dritte Linie anführte, erzielte noch im ersten Drittel das Anschlusstor. Die unheilvolle Phase im zweiten Abschnitt konnten die Gastgeber aber nicht stoppen: Der dritte Zuger Treffer fiel entgegen dem Spielverlauf und war von einem Herisauer Timeout gefolgt. Nach zwei weiteren Gegentoren kurz nach Spielhälfte wurde Torhüter Käser durch Sandmeier ersetzt. Dieser liess sich zwar nur einmal bezwingen; der einzige Doppeltorschütze Dedaj traf zum 2:6 in der 37. Minute durch seine Beine. Aber die Einheimischen setzten ihren grossen läuferischen und kämpferischen Aufwand trotz sehr vieler Schüsse nicht ertragbringend um. Nach einem Zwischenhoch im Spätherbst haben die Ausserrhoder nun vier der fünf letzten Spiele des Jahres verloren und begehen die Feiertage auf Platz acht im Zwölferfeld der 1. Liga.

Zu wenig klarlinig und präzis angesetzt

Immer wieder hielt der Zuger Spielertrainer Johan Von der Pahlen seine Mannschaft dazu an, kompakt zu stehen und den Herisauern keine Lücken zu offenbaren. Dies gelang mehrheitlich.

Die Gastgeber starteten dynamisch ins letzte Drittel, fanden allerdings kaum Wege Richtung Tor. Die Versuche waren zu wenig klarlinig und präzis angesetzt. Keine entscheidende Wirkung besass auch das verstärkte Pressing auf die ballführenden Zuger Spieler. Am 7. Januar setzt Herisau die Meisterschaft mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Limmattal fort.

Herisau – Zuger Highlands 3:6 (1:2, 2:4, 0:0)

Für den UHC Herisau im Einsatz: Dominik Käser (Torhüter), Patrick Sandmeier (Torhüter), Adrian Zellweger, Aldo Blaser, Lukas Marc Waldvogel, Dario Löhrer, Lucas Rüesch (1/0), Adrian Rüesch, Jonathan Wyss (0/1), Yanick Romualdi, Pascal Germann, Jonas Wetter (1/0), Raphael Nüesch, Timon Schilling, Marco Ochsner, Matthias Schwarz, Pascal Hug (1/0), Marius Wolf, Michael Hess (0/1).