Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

UNIHOCKEY: Schienen, Weichen, Abstellgleis

Der Widerstand des UHC Herisau hält am Sonntag lange. Seine Saison ist aber beendet. Bülach gewinnt in der Viertelfinalserie der 1. Liga zweimal deutlich.
Lukas Pfiffner

Lukas Pfiffner

lukas.pfiffner@appenzellerzeitung.ch

Herisau Torhüter Raffael Zwissler kauerte auf dem Feld und wurde von den Mitspielern getröstet. Er hatte eine grossartige Partie gezeigt und während 41 Minuten keinen Treffer zugelassen. Die Saison ging für Zwissler und seine Mannschaft aber am Sonntagabend zu Ende, weil Bülach im letzten Drittel der zweiten Viertelfinalpartie fünf Tore erzielen konnte und der Begegnung stimmungs- und resultatmässig eine Wende gab.

Die Zürcher hatten die erste Partie am Samstag 6:3 gewonnen. «Dieser Auftritt war besser als die meisten Spiele im Januar und Februar, wir kommen nun einigermassen in die Schienen», meinte Trainer Roman Bischof vor dem Heimspiel und hoffte auf den Ausgleich in der Serie. Die Zürcher stellten aber die Weichen nach der zweiten Pause auf Halbfinal. Und Herisaus Mannschaft ist, um beim Eisenbahnvokabular zu bleiben, bis im Herbst auf dem Abstellgleis. Dann beginnt die neue Saison.

Viele Bülacher Schüsse geblockt

Im Rückspiel zehrte Herisau lange von jenem Tor, das Eggenberger nach sechs Minuten erzielt hatte. Die Einheimischen traten konzentriert auf, kämpften beherzt und blockten sehr viele Schüsse. Die Ausserrhoder leisteten erfolgreiche Störarbeit, behaupteten sich mit gutem Positionsspiel. Für die Gäste, welche die Gruppenphase sechs Punkte und einen Rang vor Herisau abgeschlossen hatten, waren in der Partie im Sportzentrum Nerven und Geduld gefragt. Sie haderten mit dem einen oder anderen Schiedsrichterentscheid, erhöhten im Mitteldrittel das Tempo. Kurz vor der zweiten Pause zeigten sich bei den Ausserrhodern, die nur zwei Verteidigerpaare einsetzten, erste Überlastungssymptome.

Kompakte Leistung nicht durchgezogen

«Wir konnten leider unsere kompakte Leistung nicht ganz durchziehen», meinte Stürmer Jonas Wetter, der vorgestern Captain war. «Wir haben kleine Sachen zugelassen, die zuvor nicht passiert sind.» Innerhalb von 92 Sekunden trafen die Bülacher zweimal, zum 1:1 im zweiten Nachsetzen nach verzweifelten und starken Paraden Zwisslers, zum 1:2 mit einem hoch platzierten Weitschuss. Trainer Roman Bischof forcierte in der Schlussphase zwei Blöcke; mit dem dritten Gegentor (58.) war die Partie entschieden. Nur statistischen Wert besassen die Schüsse zum 1:4 und 1:5, als Zwissler das Tor verlassen hatte.

Eine Diskrepanz der erstaunlichen Art

Präsident Paul Zähner bedauerte das Ausscheiden. «Es sieht so aus, dass wir in der Weihnachtspause etwas aus dem Rhythmus gekommen sind.» Aus der Meisterschaft 2017/18 wird eine Diskrepanz markant in Erinnerung bleiben: Sieben Siege feierte Herisau von Mitte November bis Weihnachten nacheinander; sieben von acht Partien verlor es im neuen Jahr. Die Einstellung trug dazu bei. Paul Zähner: «Sicher war ebenfalls ein Faktor, dass wir auf einige verletzte Spieler verzichten mussten.» Und Jan Keller, einer der besten Center und Torschützen, konnte in den vergangenen Wochen wegen der Rekrutenschule jeweils nur am Samstag eingesetzt werden, aber nicht am Sonntag.

Bülach erwies sich über das Ganze gesehen abgeklärter und routinierter. Es verdiente sich die schnellstmögliche Qualifikation für die Halbfinals. In der 1.-Liga-Gruppe 2 sind zwei weitere Viertelfinalpaarungen schon beendet: Das favorisierte Limmattal setzte sich gegen die Vipers durch, und Frauenfeld behauptete sich überraschend gegen die Flames. Die Rheintal Gators glichen die Serie gegen Zürisee am Sonntag zu Hause aus.

Herisau – Bülach 1:5 (1:0, 0:0, 0:5)

Sportzentrum. – 159 Zuschauer. – Sr. Niedermann/Brändle.

Tore: 6. Eggenberger (Schweizer) 1:0. 42. (41:04) Schellenberg 1:1. 43. (42:36) Steffen (Schellenberg) 1:2. 58. (57:06) Müller (Jos. Meier) 1:3. 59. (58:17) Renold (Stegemann, Herisau ohne Torhüter) 1:4. 60. (59:45) Schellenberg (Herisau ohne Torhüter) 1:5.

Herisau: Zwissler; Schmied, Schwarz; Schweizer, Eggenberger; M. Hess, Stern, Van Haaften; Schmid, N. Meier, Wetter; Germann, Schilling, N. Hess.

Strafen: Herisau 1-mal 2 Minuten, Bülach 3-mal 2 Minuten.

Bemerkungen: 23. Time-out Herisau,

Bülach – Herisau 6:3 (3:1, 2:1, 1:1)

Hirslen. – 170 Zuschauer. – Sr. Meyer/Küenzi.

Tore: 1. (0:17) Ingold (Joë. Meier) 1:0. 6. M. Meier 2:0. 9. Schmid (Wetter) 2:1. 19. Ingold (Jos. Meier, Ausschluss Stern) 3:1. 29. Götte (Ingold) 4:1. 35. Müller (Jos. Meier) 5:1. 37. Schweizer (A. Schmid, Ausschluss Joë. Meier) 5:2. 45. Schellenberg (Matzinger) 6:2. 49. N. Meier (Eggenberger) 6:3.

Strafen: Bülach 6-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Volkart), Herisau 4-mal 2 Minuten.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.