UNIHOCKEY: Mit turbulenter Schlussphase zum umjubelten Sieg

Am Samstagabend ist der Start in die Rückrunde der 1. Liga Gruppe 2 erfolgt. Die erste Mannschaft des UHC Herisau empfing dabei die Vipers Innerschwyz.

Silvan Stern
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Der UHC Herisau war nicht von Beginn weg die bessere Mannschaft. (Bild: PD)

Der UHC Herisau war nicht von Beginn weg die bessere Mannschaft. (Bild: PD)

Silvan Stern

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Die Ostschweizer wollten unbedingt an die letzten Leistungen anknüpfen und die knappe Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren. Nach umkämpften 60 Minuten gelang dieses Unterfangen. Vor allem die letzten zwei Minuten boten viel Spannung und Unterhaltung für das Herisauer Publikum, welches sich danach an einem euphorischen «Jo, dött wo’s schöö isch…» erfreuen durfte.

Der Start in die Partie liess nicht unbedingt auf den dritten Sieg in Serie für den UHC Herisau schliessen. Nach nicht einmal zwei Minuten lag man mit 0:2 zurück. Allgemein tat man sich schwer mit den physisch starken, schnell konternden Innerschweizern. Das Feuerwerk der Gäste liess dann aber schnell nach, die Appenzeller vermochten sich immer besser auf den Gegner einzustellen. In der 13. Minute war das Spiel ausgeglichen. Eggenberger in der 8. und Schweizer in der 13. Minute konnten den Fehlstart wettmachen. Danach schwächte sich das Heimteam mit einer Fünfminutenstrafe gleich selber. Das Boxplay erwies sich aber als bärenstark und musste dem statistisch besten Powerplay der Liga nur einen Treffer, eine wunderschöne Volleyabnahme, zugestehen. Nachdem Keller der gegnerischen ­Abwehr entwischte und unsanft gestoppt wurde, verwertete van Haaften den fälligen Strafstoss gekonnt zum 3:3 Drittel­resultat.

Die Geschehnisse im Mit­telabschnitt hielten sich rar. Nach den turbulenten ersten 20 Mi­nuten gönnten sich beide ­Mannschaften eine Zwischenpause. Die Vipers verstanden es aber besser, aus dieser verschlafenen Phase das optimale raus­zuholen und gingen abermals in Führung.

Rettung in letzter Minute

Kurz nach Wiederanpfiff konnte Meier zu einem seiner gefürchteten Drehschüsse ansetzen und drosch den Ball ins Gehäuse der Innerschweizer. Der UHC Herisau war nun die bessere Mannschaft. Es dauerte 40 Minuten, richtig in die Zweikämpfe zu kommen und den eigenen Plan in die Tat umzusetzen, doch nun bestimmte man das Spiel, kam zu mehreren hochkarätigen Chancen. Die Vipers lauerten aber immer auf gefährliche Konter, und in der 58. Minute entwischte Smida und brachte die Gäste tatsächlich noch einmal in Führung. Die Zeit, die Partie doch noch zu drehen, schien abgelaufen, doch Keller mit einem Abstauber zum Ausgleich, van Haaften nach einer tollen Kombination über Schweizer und Hess zur Führung sowie Hess nach einer Balleroberung von Stern ins leere Tor brachten dem Heimteam den vielumjubelten Sieg in allerletzter Minute.

UHC Herisau – Vipers InnerSchwyz 7:5 (3:3, 0:1, 4:1)

Sportzentrum, Herisau. 115 Zuschauer.

SR Fischli/Sahli.

Tore: 1. S. Heinzer 0:1. 2. M. Bachmann 0:2. 8. R. Eggenberger (S. Schweizer) 1:2. 13. S. Schweizer (N. Meier) 2:2. 18. T. Brand (P. Koller) 2:3. 18. D. van Haaften (Strafstoss) 3:3. 38. T. Brand 3:4. 41. N. Meier (S. Schweizer) 4:4. 58. M. Smida 4:5. 60. J. Keller (N. Meier) 5:5. 60. D. van Haaften (M. Hess) 6:5. 60. M. Hess (S. Stern) 7:5.

Strafen: 1-mal 5 Minuten (M. Schmied), 1-mal 2 Minuten gegen UHC Herisau. 2-mal 2 Minuten gegen Vipers InnerSchwyz.