Unglückliche Niederlage

Im letzten Qualifikationsspiel verzeichnete der SC Herisau viele Torchancen. Letztlich musste er sich gegen die Pikes aber mit 3:4 geschlagen geben. Die Oberthurgauer waren insbesondere im Powerplay effizienter als die Appenzeller.

Patrik Kobler
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Die Herisauer hätten den Sieg verdient gehabt. Am Ende jubelten aber die Thurgauer. (Bild: pd)

Die Herisauer hätten den Sieg verdient gehabt. Am Ende jubelten aber die Thurgauer. (Bild: pd)

eishockey. Dreissig Minuten lang lieferten sich der SC Herisau und die Pikes Oberthurgau am Samstagabend im Sportzentrum ein Minergie-Derby. Erst dann gewann das Spiel deutlich an Intensität. Innerhalb von wenigen Sekunden erzielten beide Mannschaften je einen Treffer. Nach 29.13 versenkte Verteidiger John im Powerplay mit einem wuchtigen Distanzschuss den Puck zum 1:2 im Netz. Nur gerade 13 Sekunden später glich Hendry nach einem unwiderstehlichen Antritt das Resultat bereits wieder aus. Danach hatten die Appenzeller Oberwasser. Die Führung schien nur eine Frage der Zeit. Die Chancen wurden jedoch fahrlässig ausgelassen. Zudem hatten sie in der 33. Minute Pech, als Diener nur die Latte traf. Mit seinem energischen Auftreten verdiente sich das Heimteam jedoch phasenweise Szenenapplaus von den 468 Zuschauern.

Glücklicher Ausgleich

Vergessen war damit das flaue Startdrittel. Die Gäste waren in den ersten Minuten überlegen und feuerten aus allen Lagen aufs Herisauer Gehäuse. In der 7. Minute gingen sie schliesslich durch Peer in Führung. Sein Schuss sah zwar haltbar aus, landete aber im Tor. Die Appenzeller kamen erst nach zehn Minuten zur ersten richtigen Chance. Auch nachher blieben Abschlussmöglichkeiten weitgehend aus. Trotzdem kamen sie noch vor der Pause etwas glücklich zum Ausgleich, als Butty einen Schuss von Vlk ins Tor ablenkte.

Mangelnde Chancenauswertung

Die Entscheidung fiel im letzten Drittel, und zwar zu Ungunsten der Ausserrhoder. Das Genick brach ihnen neben der mangelnden Chancenauswertung das Powerplay der Gäste. Die Thurgauer erzielten insgesamt drei Treffer im Powerplay; die Appenzeller hingegen keinen, und dies obwohl sie sogar zweimal in doppelter Überzahl agierten.

Im Powerplay kam auch der neuerliche Führungstreffer zum 2:3 der Oberthurgauer zustande. Erzielt wurde er von Korsch in der 45. Minute. Beinahe wäre Herisau wiederum postwendend der Ausgleich gelungen. Goalie Kindschi parierte jedoch den Schuss des auffälligen Butty. Mehr Abschlussglück hatte fünf Minuten später sein Teamkollege Arnold. Nach einer sehenswerten Kombination mit Schumacher erzielte er das 3:3. Die Appenzeller drückten weiter und hatten den Führungstreffer auf dem Stock. In der 52. Minute sprach der Schiedsrichter eine harte Strafe gegen Koller aus. Prompt packten die Gäste die Gelegenheit beim Schopf. Peer traf zum matchentscheidenden 3:4. Damit endete die enttäuschende Qualifikationsphase mit einer weiteren Niederlage. In 22 Qualifikationsspielen resultierten nach 60 Spielminuten nur gerade fünf Siege. Herisau startet nun mit drei Punkten Rückstand auf einen Playoffplatz in die Quali-Masterrunde.

SC Herisau – Pikes EHC Oberthurgau 3:4 (1:1, 1:1,1:2) Sportzentrum. – 468 Zuschauer. – Sr. Huber, Baumann/Cavallero Tore: 7. Peer (Lüthi) 0:1. 18. Butty (Schumacher, Hendry) 1:1. 30. (29:13) John (Lüthi, Ausschluss Schumacher) 1:2. 30. (29:26) Hendry (Vlk) 2:2. 45. Korsch (Peer, Pace, Ausschluss Steimer) 2:3. 49. Arnold (Schumacher, Marti) 3:3. 53. Peer (John, Fehr, Ausschluss Koller) 3:4. Herisau: Frankhauser; Schumacher, Engler; Diener, Diacon; Homberger, Schnüriger; Butty, Vlk, Hendry; Rothen, Steimer, Hürlimann; M. Koller, Arnold, Marti. Pikes: Kindschi; Peer, Stüssi; John, Stäheli; Horat, Steffen; Pace, Lüthi, Kurzbein; Korsch, Fehr, Zehnder; Popp, Gschwend, Beer. Strafen: Herisau 6mal 2 Minuten, Pikes 7mal 2 Minuten. Bemerkungen: Herisau ohne Dolana (verletzt), Hermann, Schuster, Mehli, Zbinden (krank). 33. Lattenschuss Diener, 55. Pfostenschuss Fehr. 57.12 Time-out Herisau. Ab 59. Herisau ohne Goalie.