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Ungewissheit trotz ÖV-Konzept

. Grösstenteils sieht das ÖV-Konzept 2018 bis 2022 einen Ausbau des Regionalverkehrs vor. Das hat finanzielle Konsequenzen. Vor dem Aus steht dagegen die Postautolinie Heiden–Altstätten.
Jesko Calderara
Mit dem Fahrplan 2019 werden sich die Abfahrtszeiten der Postautos in Heiden stark ändern. (Bild: APZ)

Mit dem Fahrplan 2019 werden sich die Abfahrtszeiten der Postautos in Heiden stark ändern. (Bild: APZ)

Das ÖV-Konzept 2018–2022 bleibt insbesondere für das Appenzeller Vorderland nicht ohne Folgen. Gemäss dem 74seitigen Papier besteht dort Handlungsbedarf. «Das hat mit den Änderungen im Fernverkehr auf Dezember 2018 und den damit notwendigen Anpassungen der Abfahrtszeiten in Heiden zu tun», sagt Oliver Engler, Leiter der kantonalen Fachstelle öffentlicher Verkehr. Ziele der Planung sind die Anbindung der Linien an die neuen Fahrzeiten in St. Gallen, die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und die Stabilisierung der Anschlüsse. Den Fahrgästen würden diese Umstellungen Chancen eröffnen, sagt Engler. «Aus dem Vorderland wird es einfacher werden, in St. Margrethen und Heerbrugg auf den Rheintal-Express umzusteigen.» Einzelne Strecken müssten aber aufgrund einer zu geringen Nachfrage optimiert werden. Verbesserungen könnten etwa der Einsatz kleinerer Busse, bessere Anschlüsse oder Absprachen mit den Schulgemeinden bringen, so Engler. Zurzeit wird unter Einbezug der Region ein Detailkonzept erarbeitet.

Gefährdet ist der Postautokurs zwischen Heiden und Altstätten. Weil der geforderte Kostendeckungsgrad nicht erreicht wird, droht dessen Ende. Eine Möglichkeit wäre, dass die Gemeinden den wegfallenden Kantonsanteil übernehmen. Noch sei allerdings nichts entschieden, sagt Engler. «Wir werden mit den Betroffenen im Rahmen der Detailplanungen nach Lösungen suchen.»

Mehrkosten für Kanton und Gemeinden

Die Zahlen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Wirtschaftlichkeit und die Nachfrage der Strecken Gais–Altstätten, Herisau–Wattwil (Postauto), Heiden–Rheineck und Heiden–St. Margrethen die angestrebten Werte nur knapp erreichen oder gar darunter liegen. Dies treffe auch auf die Bahnlinien im Vorderland zu, heisst es im Konzept weiter. Aus diesem Grund wollen die Kantone Appenzell Ausserrhoden und St. Gallen zusammen mit dem Bund sowie den Appenzeller Bahnen eine Studie in Auftrag geben, um alternative Betriebsformen für die Zukunft zu prüfen.

Das Grobkonzept zur Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs sieht für die Jahre 2018 bis 2022 über den ganzen Kanton verteilt einige Ausbauschritte vor. So wird mit der Durchmesserlinie der Viertelstundentakt in den Hautpverkehrszeiten auf dem Abschnitt Trogen–St. Gallen–Teufen eingeführt. Für Pendler aus dem Appenzellerland verkürzen sich zudem die Wartezeiten in Gossau. Vorerst alles beim Alten bleibt auf der Postautostrecke von Herisau über Stein nach St. Gallen. Die Verkürzung der Linie bis zur Lustmühle soll auf 2021 erneut geprüft werden.

Der geplante Ausbau des Regionalverkehrs in Appenzell Ausserrhoden hat auch finanzielle Auswirkungen. Die Gemeinden und der Kanton müssen für die Abgeltung der nicht gedeckten Kosten künftig wohl tiefer in die Taschen greifen. Nach heutiger Schätzung steigen die wiederkehrenden Kosten für den Regionalverkehr um zwei Millionen Franken pro Jahr. Der genaue Betrag hängt davon ab, wie stark sich der Bund an den Aufwänden beteiligt. Im Gegenzug fallen die Beiträge weg, welche für die Durchmesserlinie bezahlt werden mussten. Die Vernehmlassung zum ÖV-Konzept 2018–2022 dauert noch bis zum 16. Dezember. Der Kantonsrat wird sich voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres mit der Vorlage beschäftigen.

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