Ungereimte Schnitzelbank

Brosmete

Hansruedi Diem
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Über unsere Regierungsräte würde ich gerne einmal eine fasnächtliche Schnitzelbank schreiben. Da ich aber nicht dichten kann, versuche ich es auf meine Art. Zum Beispiel wäre da der Vorderländer Köbi, der am besten ist, wenn er Frei hat, oder der wackere Alfred aus Stein, der die anderen mit einem Strick-er endlich in die richtige Richtung «schränzen» sollte. Beim smarten Matthias fragt man sich sowieso, und nicht nur in Heiden, Weiss-er über-haupt noch, was er tut, und auf Signer Paul reimt sich schlicht und einfach nur lahmender Gaul. Da aber die Marianne den Koller hat, beendet sie nun ihre politische Karriere und es muss ein würdiger Nachfolger her. Der Wahlkampf ist nun in vollem Gange und zumindest die Werbeslogans empfinde ich als sehr langweilig. Ermüdende Plakate säumen die Strassen, Flyer flattern durchs Haus wie ein lauwarmes Lüftchen und landen unbeachtet direkt im Altpapier. Selbst Wahlveranstaltungen wurden von diversen Besuchern als eher «flach» empfunden. Dabei könnte man mit den wählbaren Namen tolle, leicht einzuprägende Slogans kreieren. Mein Vorschlag für Frau Schmid wäre: «Für die besten Dinge, Ihre Inge.» Ich bin überzeugt, ein Wahlerfolg wäre ihr garantiert. Für den Urnäscher Kandidaten wäre wohl passend: «Ohne Biasotto gehn wir bald bankrotto.» Auch er hätte somit den Sieg bestimmt auf sicher. Den Vorderländer Bewerber würde ich mit folgendem Werbebanner portieren: «Ob Lara oder Peter, wir sind nicht nur Gut, wir sind die Besten.» Kann sein, dass dieser Spruch noch ausbaufähig wäre, wie wär’s mit «Ein Mann mit Mut, Peter Gut». Doch anscheinend sind solche einschlägigen Gassenhauer nicht mehr gefragt und man versteckt sich lieber hinter biederer, farbloser Zurückhaltung. So hoffe ich doch noch auf ein paar professionelle Schnitzelbänkler, die mit ihrer offenen und direkten Art endlich Pfeffer in den Wahlkampf bringen.

Hansruedi Diem