Unerhört melodische Alpenmusik

Der Gitarrist Max Lässer spielt traditionelle Schweizer Tanzmusik vermischt mit «unerhörten» Harmonien. Er und sein Orchester spielen morgen in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell.

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APPENZELL. Nach der CD «Überland» und der gleichnamigen Tournée mit seinem «Überland-Orchester» präsentierte der 59jährige Max Lässer mit «Überland Duo+» eine Nachfolge-CD. Einerseits nahm er damit den Faden wieder auf, den er vor über dreissig Jahren mit der CD «Alte Schweizer Tänze» gesponnen hatte. Andererseits entwickelt er die Schweizer Tanzmusik weiter, die bereits die erste «Überland»-CD geprägt hat.

Musik, verbunden mit dem Ort

Zusammen mit dem Schwyzerörgeli-Spieler Markus Flückiger pickte er aus der Volksmusik-Enzyklopädie von Hanny Christen rund ein Dutzend Rosinen heraus, die aus den verschiedensten Regionen der Schweiz stammen. Die Stücke wurden erspielt und zum Teil ergänzt. Im Programm finden sich auch eigene Kompositionen, die sich in die Tradition der Schweizer Tanzmusik einfügen. So entstand eine neue Art von Tanzmusik: Im doppelten Wortsinn unerhörte harmonische, melodische und rhythmische Elemente mischen sich mit Melodien, die vor über 100 Jahren in «Stubeten» zu hören waren.

Hinter dem «Überland»-Konzept steht Lässers Idee von der Suche nach einer Musik, die mit dem Ort verbunden ist, an dem wir leben.

Eng und weit, knorzig und luftig

In diesem Sinn bedeutet «Überland» die Auseinandersetzung mit unserer eigenen «Weltmusik», der Musik des Alpenraumes: eng und weit, knorzig und luftig – ganz wie die Landschaft, in der sie entsteht. (pd)

Konzert morgen, 20 Uhr, in der Kunsthalle Ziegelhütte in Appenzell. Reservation unter 071 788 18 60.

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