Und der Bläss bellt weiter

Am Freitag konnte der Verein Windbläss an seiner HV ein kleines Jubiläum feiern: Seit fünf Jahren kümmert er sich mit viel Engagement um den Erhalt der Toggenburger Hausorgeln.

Michael Hug
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Unterhielt mit «Innovation und Tradition» das Publikum im Anschluss an die HV: Die Brandhölzler Striichmusig. (Bild: Michael Hug)

Unterhielt mit «Innovation und Tradition» das Publikum im Anschluss an die HV: Die Brandhölzler Striichmusig. (Bild: Michael Hug)

BÜHL/NESSLAU. Er hält die Nase weiter im Wind und wedelt dabei voller Freude – und das schon seit fünf Jahren. Präsident Markus Meier liess sich in seinem Jahresbericht sogar zu einer volkstümlichen Faustregel hinreissen: «Wenn wir die Bläss-Jahre in Menschenjahre umrechnen, so steht unser Verein sozusagen im Saft seines Lebens, im Zenit seiner Ausstrahlung, seiner Originalität, seines Aufbruchs in die Toggenburger Orgelzukunft.» Überraschend viele Vereinsmitglieder konnten Meier und sein Vorstandsteam am Freitagabend in der Webstube Büel begrüssen. Es war eine Jubiläum-Hauptversammlung, doch überaus wichtige Traktanden oder Wahlen standen nicht an.

Mit einem Augenzwinkern

In seinem Jahresrückblick schaute Meier mit einem humorvollen Augenzwinkern auf das vergangene Vereinsjahr zurück: «Orgelnd, flötend, streichend und referierend hat der Windbläss sein Jahr verbracht und zudem sich schon recht aktiv an der Gestaltung seines künftigen Zweitwohnsitzes beteiligt.» Dieser Zweitwohnsitz, der sich zum Hauptsitz entwickeln soll und die Büeler Webstube zur Dépendance degradieren wird, ist das «Ackerhus» in Ebnat-Kappel. Es wird, so Markus Meier, der Hauptinhalt des sechsten Vereinsjahres sein: «Am Mitantreiben des Projektes Ackerhus hat der Verein Windbläss im letzten Jahr den Hauptgefallen seiner Tätigkeit gefunden und freut sich nun umso mehr, dass diese Bemühungen von Erfolg gekrönt zu sein scheinen», freute sich der Präsident.

Tradition und Innovation

Das «Ackerhus», vielmehr die Anschubfinanzierung, hat auch die Jahresrechnung geprägt. Eine Spende von 5000 Franken hat zu einem Defizit in der Bilanz geführt. Nicht weiter tragisch, sagte Vereinskassierin Rosmarie Giezendanner, das Vereinsvermögen belaufe sich auf gut 31 000 Franken und im laufenden Jahr bemühe man sich erneut um Beiträge vom Kanton und sonstigen öffentlichen und privaten Donatoren.

Im Anschluss an die HV unterhielten die Brandhölzler Striichmusig mit «Tradition und Innovation» sowie Organist Wolfgang Sieber und Klarinettist Franco Mettler. Dabei erschienen nochmals ebenso viele Interessierte, sodass die Webstube einmal mehr an die Grenze ihrer Kapazität gelangte.

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