UMZUG: Kunstmaler zieht bereits wieder von Wattwil weg

Erst seit vergangenem Winter stellt der in Ebnat-Kappel wohnhafte Kunstmaler Arnaldo Ricciardi seine Werke in Wattwil aus. Bald zieht es ihn in die Stadt, nach Zürich.

Anina Rütsche
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Im Erdgeschoss dieses Hauses an der Poststrasse in Wattwil hat Arnaldo Ricciardi seinen Showroom eingerichtet. (Bilder: Anina Rütsche)

Im Erdgeschoss dieses Hauses an der Poststrasse in Wattwil hat Arnaldo Ricciardi seinen Showroom eingerichtet. (Bilder: Anina Rütsche)

«Ich möchte dort arbeiten, wo meine Kundschaft ist», sagt Arnaldo Ricciardi. Für den Kunstmaler, der seit vergangenem Sommer in Ebnat-Kappel wohnt, bedeutet das: Zentral gelegen in der Stadt. Zwar hat er erst letztes Jahr an guter Lage an der Poststrasse in Wattwil einen Showroom eröffnet, wo er eine wechselnde Auswahl seiner Werke im Schaufenster präsentiert. Doch richtig glücklich sei er damit nicht geworden, sagt Arnaldo Ricciardi. «Hier im Toggenburg ist es zwar schön, doch mein Zielpublikum lebt anderswo. Und nun kann ich im Zürcher Seefeld-Quartier einen Raum mieten, der genau meinen Bedürfnissen entspricht.»

Zügeln im April, Eröffnung im Mai

Für den 62-Jährigen bringt der Wechsel laut eigenen Aussagen viele Vorteile mit sich. Am neuen Standort habe er mehr Platz zum Malen als jetzt, im Atelier in seinem Wohnhaus in Ebnat-Kappel, erklärt der international tätige Kunstmaler. Zudem liessen sich Arbeits- und Ausstellungsort vereinen, und das sei ideal. «Vor allem freue ich mich darauf, endlich wieder grossformatig malen zu können», sagt Ricciardi. Möglich sei dies, weil der Raum in Zürich weitläufig gebaut ist – früher befand sich dort nämlich ein Restaurant. «Ich kann meine grösste Staffelei aufstellen, was daheim nicht geht», so der Kunstmaler. Seine Werke und seine Ausrüstung wird der 62-Jährige im Verlauf des Aprils vom Toggenburg nach Zürich transportieren. «Es wird dann mehrere Wochen dauern, um alles einzurichten», schätzt er. Auf Anfang bis Mitte Mai hat er die Eröffnung des Lokals im Seefeld geplant. «Dazu gehört eine Feier mit Musik und Apéro», verrät Arnaldo Ricciardi.

Ausstellungsraum und Atelier in einem

Fortan wolle er so oft wie möglich in Zürich sein, sagt der Kunstmaler. Wer ihn dort besuchen möchte, könne sich telefonisch oder per E-Mail melden oder spontan vorbeischauen: «Durch die ebenerdig gelegene Fensterfront wird man sofort sehen können, ob ich da bin.» An planmässige Öffnungszeiten wolle er sich hingegen nicht binden, sagt Arnaldo Ricciardi. Er legt Wert darauf, dass sein Lokal weder ein Laden noch eine Galerie sei. «Es wird ein Ort, an dem ich malen kann, und zugleich ist es möglich, dort mein Schaffen zu zeigen.» Stilmässig bewegt sich Arnaldo Ricciardi seit Jahren im Bereich des Abstrakten. Seine kraftvoll wirkenden Gemälde bannt er im Regelfall auf Leinwand, doch gehören auch Papierarbeiten zu seinem Repertoire. Über 60 Stationen in der Schweiz, Deutschland, Österreich und Italien führt der Kunstmaler in seinem Lebenslauf auf – Galerien, Kunstmessen, Hotels, Geschäftsgebäude.

«Sein wichtigstes Gestaltungsmittel ist die Farbe. In seinen Bildern entwickeln sich die Farben sehr behutsam», heisst es in der Beschreibung auf seiner Internetseite. Und weiter heisst es: «Der Betrachter kann die Entwicklung und Veränderung der Farben unmittelbar nachempfinden. Meist gibt es eine dominante Farbe, die sich über andere Farbflächen legt, diese gleichsam zudeckt, je nach Transparenz und Stärke.»

www.arnaldo.ch