Umkämpfter GPK-Sitz

Walzenhausen präsentiert einen ausgeglichenen Voranschlag und belässt den Steuerfuss bei 3,8 Einheiten. Für den freien Sitz in der GPK kandidieren Roger Mathys und Theo Frey, der mit dem Gemeinderat gerichtlich im Clinch lag.

Monika Egli
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Theo Frey (links) und Roger Mathys wollen beide in die Geschäftsprüfungskommission, frei ist aber nur ein Sitz. (Bild: eg)

Theo Frey (links) und Roger Mathys wollen beide in die Geschäftsprüfungskommission, frei ist aber nur ein Sitz. (Bild: eg)

WALZENHAUSEN. In Walzenhausen ist ein Sitz in der Geschäftsprüfungskommission vakant. Am 30. November findet der zweite Wahlgang statt, nachdem sich für den ersten Wahlgang Ende September kein Kandidat zur Verfügung gestellt hatte. Jetzt aber ist ein Wahlkampf ausgebrochen, denn für den einen Sitz stellen sich zwei Männer zur Verfügung: Roger Mathys und Theo Frey.

«Keine gute Konstellation»

Roger Mathys ist gelernter Koch sowie Absolvent einer Hotelfach- und Handelsschule. Bisher war er in verschiedenen Positionen im In- und Ausland im Gastgewerbe tätig. Aus gesundheitlichen Gründen muss er den Beruf wechseln, «weshalb ich abends nun Zeit habe». Er wolle sich gerne in den Dienst der Öffentlichkeit stellen. Theo Frey lebt seit 30 Jahren in Lachen und ist externer Berater für Grossbanken im IT-Bereich. Er hat eben einen zwei Jahre dauernden Gerichtsstreit mit dem Gemeinderat hinter sich (s. Kasten). «Ich finde das keine gute Konstellation, das Vertrauen zwischen Gemeinderat und Theo Frey ist doch gestört», sagte eine Votantin. Auf den Hinweis von Theo Frey, dass er im ersten Wahlgang ohne offizielle Kandidaturen immerhin am meisten Stimmen geholt habe, erwiderte die gleiche Votantin, das seien ja nur gerade acht Stimmen gewesen und der zweite habe fünf Stimmen eingeheimst. Das sei doch Selbstüberschätzung. Er überschätze sich keineswegs, erwiderte Theo Frey, «ich weiss, was ich kann und was nicht».

Ausgeglichene Rechnung

In Vertretung des ortsabwesenden Gemeindepräsidenten Hansruedi Bänziger erläuterte Markus Keel von der Finanzverwaltung den Voranschlag 2015. Trotz zusätzlicher Kosten, die wegen des Sparprogramms des Kantons auf die Gemeinde zukommen, erwartet man in Walzenhausen bei gleichbleibendem Steuerfuss von 3,8 Einheiten eine ausgeglichene Rechnung respektive ein Plus von gut 4000 Franken. Zum Voranschlag gab es zwar einige Fragen und Anmerkungen, diese drehten sich aber hauptsächlich um die Verständigung, da sich im Zuge von HRM2 eine neue Rechnungslegung ergibt. So sind beispielsweise nicht mehr einzelne Beiträge an Vereine aufgeführt. Hier sei man daran, einen Kriterienkatalog zu erarbeiten, anhand dessen die Beiträge künftig einheitlich statt wie bisher nach dem Zufallsprinzip ausgeschüttet werden. Die Vereinsbeiträge werden neu in einer Position zusammengefasst.

Sanierung Mehrzweckanlage

Gemeinderätin Rita Kellenberger informierte über den Stand des Umbaus der Mehrzweckanlage. Sie wies auf den 9. Januar hin: Dann wird die neue Küche eingeweiht und es erfolgen Informationen über die weiteren Sanierungsschritte. Die Investitionen in die Mehrzweckanlage werden 3 Millionen Franken kosten. Deshalb und wegen der Zusatzbelastungen in der laufenden Rechnung wird sich Walzenhausen bis im Jahr 2017 in Richtung Verschuldung bewegen. Aus der Versammlung wurde nach dem Stand des Strassenreglements gefragt. Dieses geht in Kürze zur 2. Lesung in den Gemeinderat und dann weiter an den Kanton zur Überprüfung.