Umgang mit Unerwünschtem

Frauenfrühstück

Lisa Leisi
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Noemi und Debora Denzler bereichern den Anlass mit ihren musikalischen Vorträgen. (Bild: PD)

Noemi und Debora Denzler bereichern den Anlass mit ihren musikalischen Vorträgen. (Bild: PD)

Das Frauenfrühstück im BWZ Toggenburg in Wattwil am ­Samstagmorgen machte den ­Zuhörerinnen Mut, eigene Herausforderungen, Unbegreifliches und Nöte wieder ganz neu anzunehmen und anzugehen, damit wir daran wachsen können. Daneben gab es Zeit für Gespräche, ein feines Frühstück und wunderbare Musik von den Schwestern Noemi an der Harfe und Debora Denzler mit Panflöte. Christa Bauer gab Einblick in ihre ­Bewältigungsstrategien anhand verschiedener Erfahrungen und Vorbilder auf dem Weg zu einem erfüllten Leben.

Wir alle hatten Träume, Wünsche und Vorstellungen, wie unser Leben beruflich wie privat sich entwickeln sollte. Dies ging auch der Referentin Christa Bauer nicht anders. Sie betonte dazu: «Ich bin nicht hier, weil ich alles im Griff habe. Ich möchte einfach weitergeben, was mir geholfen hat und immer noch hilft. Dazu gehört die Einsicht, dass es normal ist, dass nicht alles gelingt. Enttäuschungen gehören zum Leben bei uns allen.» Eindrücklich schilderte sie dazu, wie sie jeweils aufblüht, wenn sie etwa in Afrika weilen kann und vor Ort Projekte von TearFund Schweiz begleitet, für die sie seit 17 Jahren arbeitet. Wie gross war ihre Enttäuschung, als sie merkte, dass ihr Mann nicht mit auf Reisen kommen konnte. Sie stellte sich jedoch dieser Realität. Zuerst hatte sie den Eindruck, mit dem falschen Mann verheiratet zu sein, weil sie glaubte, das Zentrum ihrer Berufung nicht mit ihm teilen zu können. Sie stellte sich jedoch dieser Realität und suchte den richtigen Umgang damit. Dabei durfte sie unter anderem erfahren, wie er sie jeweils liebevoll empfängt und mit ihr Erlebtes teilt, wenn sie von ihren Reisen zurückkehrt. Christa Bauer nahm sich auch zu Herzen, was sie am Radio einmal von Ehepaaren mit Behinderungen als Rezept gehört hatte für gelingendes Eheleben. Diese berichteten, dass sie einfach zusammen teilen, was geht.

An weiteren Beispielen aus dem Leben anderer Menschen zeigte die Referentin auf, wie man von Vorbildern lernen und seine Gedanken auferbauend lenken kann. Ihr wurden dabei vier Schritte wichtig: Erstens Herausforderungen wahrnehmen und akzeptieren. Zweitens nach Lösungen und Wegen suchen, um damit auf eine gute Art umgehen zu können. Drittens Versöhnung mit sich selbst und anderen anstreben, weil man damit zuallererst sich selbst entlastet. Viertens sich mit allem Gott anvertrauen. Ihr persönlich wurde der Leidensweg von Jesus Christus bis hin ans Kreuz zu einem grossen Trost, weil sie weiss, dass Jesus Christus all unsere Nöte ­total vertraut sind, er mitfühlt, mit uns ist und hilft.

Lisa Leisi