Umfassende Information ist wichtig

«Krippenfiguren Opfer des Feuers», Ausgabe vom 19. Dezember

Markus Widmer, Ebni 5b, Teufen
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Die Schweiz an Weihnachten 2016: Ein Toter und drei Verletzte aufgrund einer Schiesserei in einer Moschee in Zürich sowie ein weiteres Todesopfer in einem anderen Stadtteil am gleichen Tag; Messerstecherei in St. Gallen mit drei Verletzten und Messerattacke mit einem Toten und drei Verletzten bei Sion, jeweils am Weihnachtstag – diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es muss wieder einmal deutlich unterstrichen werden: Die Schweiz als Wirtschaftsstandort, als Finanzplatz und als Tourismusdestination lebt zu einem grossen Teil von einer intakten öffentlichen Sicherheit. Der andernorts bereits feststellbare Kontrollverlust der Behörden droht auch unserem Land, mit unabsehbaren Folgen für alle. Medien, Politik und Bevölkerung sind dringend gefordert, angesichts der zunehmenden Brutalisierung und Aggression im öffentlichen Raum rasch und unmissverständlich Gegensteuer zu geben: Naivität, Gutgläubigkeit, Verdrängung, Beschönigung und Verharmlosung wären bei einer immer skrupelloseren Täterschaft völlig falsche und verhängnisvolle Verhaltensweisen. Umfassende Information ist zudem auch auf lokaler Ebene wichtig. In Hundwil ging vor kurzem eine Weihnachtskrippe in Flammen auf; sie wurde vollständig zerstört. Dies ist beunruhigend – noch beunruhigender ist allerdings das – mindestens von mir bis dato wahrgenommene – öffentliche Schweigen der Verantwortlichen. Gerne würde man zur Ursache mehr erfahren: ein Unglück, ein Unfall, Vandalismus? Transparenz und klare Benennung von Missständen sind Grundvoraussetzungen für Vertrauen in die Behörden und für ein besseres Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger.

Markus Widmer, Ebni 5b, Teufen