Umfahrung Herisau muss Priorität haben

Regierungsrat signalisiert Offenheit Ausgabe vom 1. März 2016

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Nach der Ablehnung der Güterbahnhof-Initiative (Abstimmung vom 28. Februar) ist der Ausserrhoder Regierungsrat erfreut, dass es mit dem Projekt «Teilspange» in der Stadt St. Gallen weitergehen kann. Ich frage mich allerdings, was dieses Vorhaben unserem Kanton bringen würde. Ausser für vermutlich relativ Wenige aus dem Raum Teufen-Gais, welche meinen, möglichst ohne Hindernisse Richtung Zürich fahren zu müssen, ist der Nutzen gering. Jedenfalls würde er kaum im Verhältnis zum Kantonsbeitrag von Appenzell Ausserrhoden an das Projekt stehen. Dass die Umfahrung Herisau höhere Priorität hat, stellt auch Markus Bänziger fest. Nach der Zustimmung zur zweiten Gotthardröhre zeichnet sich jedoch ab, dass für den NAF noch weniger Mittel zur Verfügung stehen werden und somit der «Anschluss Appenzellerland» noch weiter nach hinten geschoben wird – falls er überhaupt je ins Netz aufgenommen wird... Zudem braucht es diesen in der konzipierten Form auch gar nicht; was es braucht, ist das eigentliche Kernstück, nämlich die Umfahrung des Säge-Quartiers in Herisau! Ich erwarte vom Regierungsrat, dass er in dieser Sache das Heft nun wieder selbst in die Hand nimmt, satt auf den Bund zu warten – sonst warten wir nochmals über 50 Jahre! Ich bin jedenfalls nicht bereit, in einer irgendwann kommenden Abstimmung einen Kantonsbeitrag an dieses «Monsterprojekt» in St. Gallen anzunehmen, solange der Regierungsrat bezüglich der Umfahrung Herisau einfach nur zuwartet.

Matthias Lübberstedt, Huebstrasse 22A, 9100 Herisau