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Hotel Heiden: Umbau führt zu einem Verlust

Höhere Auslastung, aber weniger Umsatz: 2017 war für das Hotel Heiden ein schwieriges Jahr. Weil der Betrieb zwei Monate geschlossen blieb, rutschte das Unternehmen in die roten Zahlen. Es gibt aber Lichtblicke.
Jesko Calderara
Die Belegung des Hotels Heiden betrug im vergangenen Jahr 63 Prozent. (Bild: Ralph Ribi)

Die Belegung des Hotels Heiden betrug im vergangenen Jahr 63 Prozent. (Bild: Ralph Ribi)

Das Hotel Heiden blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2017 zurück. Zum dritten Mal in Folge musste das Unternehmen einen Verlust ausweisen. Im letzten Jahr betrug das Minus knapp 199000 Franken. «Das finanzielle Resultat ist unbefriedigend», sagt Hanswalter Schmid, Verwaltungsratspräsident der Hotel Heiden AG.

Die Ursache für den Aufwandüberschuss liegt im 2017 getätigten Umbau des dritten Stockwerks. Mehrere Wochen lang war das Hotel deshalb geschlossen. Während sich die Fixkosten kaum veränderten, sind die Erträge um zehn Prozent auf 4,57 Millionen Franken zurückgegangen. Die finanzielle Situation des Betriebs ist aber dennoch solid. So beläuft sich das Eigenkapital auf über 5,14 Millionen Franken oder 55 Prozent der Bilanzsumme. Die Jahresbelegung über die Öffnungstage konnte gar von 58 auf 63 Prozent gesteigert werden. Während der durchschnittliche Zimmerpreis leicht gewachsen ist, musste bei den Ausgaben pro Logiernacht ein Rückgang verzeichnet werden. Das Heidler Traditionshotel spürt die Konkurrenz durch neue Betriebe im Raum St. Gallen und im Rheintal.

Nach dem Umbau setzte im Hotel Heiden jedoch ein positiver Trend ein. So konnte von Mai bis Dezember des vergangenen Jahres eine Zunahme der Logiernächte um 1,5 Prozent verbucht werden, während der Kanton im selben Zeitraum eine Reduktion von 0,3 Prozent verzeichnete. Höher als im Vorjahr ist zudem die Kundenzufriedenheit. Gelohnt hat sich in diesem Zusammenhang die neue Buchungsplattform. Gäste buchen damit deutlich mehr Übernachtungen direkt auf der Website des Hotels Heiden.

Eitler Sonnenschein herrscht aber dennoch nicht. Das Unternehmen sei zurzeit nicht in der Lage, Erneuerungen und Abschreibungen zu erwirtschaften, heisst es im letztjährigen Geschäftsbericht.

Aus dem Verwaltungsrat gibt es noch weitere Neuigkeiten. An der Generalversammlung wurde Sacha Geier ins Gremium gewählt. Sie leitet seit April 2017 die Klinik am Rosenberg in Heiden.

Der Verwaltungsrat beschäftigte sich 2017 auch mit der Strategie für die nächsten Jahre. Die Standbeine des Hotels Heiden werden weiterhin die Bereiche Business/Seminare, Rehabilitation/Therapie, Ferien/Wellness für Individualgäste sowie Gruppenreisen bleiben. Chancen sehen die Verantwortlichen im Gesundheitssektor. So soll der Trend zu ambulanten Eingriffen in Spitälern genutzt werden, um noch mehr Gäste für Nachbehandlungen zu gewinnen.

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