«Um Hilfe schreien ist das Beste»

Nach dem Überfall auf eine 34jährige Frau am Sonntagabend bei der Wattwiler Rickenstrasse tappt die Kantonspolizei nach wie vor im Dunkeln und hofft auf Hinweise von Zeugen.

Urs M. Hemm
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wattwil. «Da der Angriff auf die Frau von hinten erfolgte, fehlt eine genaue Beschreibung des Täters», sagt Hans-Peter Eugster, Mediensprecher der Kantonspolizei. Erschwerend komme hinzu, dass der Überfall ohne ersichtliches Motiv erfolgte. «In den meisten Fällen wird das Opfer ausgeraubt oder Täter und Opfer stehen in irgendeiner Verbindung», präzisiert er. Er sei dennoch zuversichtlich, dass die laufenden Untersuchungen mehr Licht in diesen Fall bringen werden.

Richtiges Verhalten

Dass sich die Frau gegen ihren Angreifer wehrte, sei nicht immer die richtige Reaktion. «Zurückschlagen kann noch heftigere Gewalt des Angreifers provozieren. Daher ist laut um Hilfe zu schreien immer noch das sicherste Mittel», rät Eugster. Um die Sicherheit rund um den Bahnhof zu gewährleisten, wolle die Polizei ihre Patrouillentätigkeit intensivieren. Der Wattwiler Gemeinderatschreiber Cornel Schmid hat den Vorfall mit grossem Bedauern zur Kenntnis genommen. Erweiterte Sicherheitsmassnahmen wie Videoüberwachung stehen aber zurzeit für die Gemeinde nicht zur Diskussion.

Kein Handlungsbedarf

Da sich der Überfall am Wochenende ereignete, erfuhr Ferdinand Studer, Direktor Manor Wattwil, erst am Montagmorgen, was vor seiner Türe passierte. «Der betreffende Durchgang zwischen Ricken- und Bahnhofstrasse ist durch unsere Leuchtkästen gut ausgeleuchtet, also keine düstere Gasse», sagt Studer. Er sehe daher für Manor keinen Handlungsbedarf.

Hinweise bitte an die Kantonspolizei in Schmerikon 055 465 28 00

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