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ULTRACYCLING: Ziel erreicht: Österreich umrundet

Innert fünf Tagen wollte der Gaiser Migg Scherrer mit dem Rennvelo 2200 Kilometer absolvieren. Just nach fünf Tagen und Nächten ist er im Ziel eingefahren – als einer der wenigen, die durchgehalten haben.
Migg Scherrer mit seinem Supporterteam. (Bild: Race Around Austria)

Migg Scherrer mit seinem Supporterteam. (Bild: Race Around Austria)

2200 Kilometer rund um Österreich und dazu mehr als 30000 Höhenmeter standen dem Gaiser Migg Scherrer bevor, als er zur Race Around Austria, dem härtesten Langdistanz-Velorennen Europas startete. Fünf Tage später kam er im Ziel an. Er sei zufrieden mit dem Verlauf des Rennens, bilanziert der Ausdauersportler nach sein Rückkehr gegenüber der «Appenzeller Zeitung». Von 35 angetretenen Fahrern haben lediglich 15 das Ziel erreicht. Für Migg Scherrer resultierte der 11. Schlussrang.

Allein schon das Wetter sei eine Herausforderung gewesen, erklärt Migg Scherrer. Am ersten Tag des Rennens drohte die Überhitzung, ehe danach von Regen über Hagel bis zum Schnee alles dabei war. Dies sei wahrscheinlich der Grund, warum die Rundfahrt zu einem regelrechten Ausscheidungsrennen wurde, so Scherrer. Nebst dem Wetter sah sich Migg Scherrer weiteren Prüfungen gegenüber. So stürzte er in einer Abfahrt, musste eine defekte Schaltung ersetzen oder war wegen eines Flüssigkeitsmangels einem Zusammenbruch nahe. Weiter wurde Scherrer schon vor dem Start mental auf den Prüfstand gestellt. Weil er zu spät zu den Startvorbereitungen erschien, bekam er von der Rennjury eine Strafe von 15 Minuten aufgebrummt. Beim Rennen rund um Österreich gab es keine Pausen – gefahren wurde rund um die Uhr. Migg Scherrer hatte sich deshalb drei Arten zu schlafen zurechtgelegt. Einerseits absolvierte er zweimal einen einstündigen Schlaf. «Im Nachhinein war dies eine schlechte Entscheidung», so der Ausdauersportler. Nach dieser Erholungsphase habe er Mühe bekundet, um wieder in den Tritt zu kommen. Viel besser ist Migg Scherrer mit dem Viertelstundenschlaf zurechtgekommen. Danach sei er jeweils rasch wieder bereitgesessen, um anzugreifen. Als dritte Variante wählte er fünfminütige Kurzschlafe. Die gewählte Strategie beim Schlafverhalten hat sich bis rund 150 Kilometer vor dem Ziel als die richtige erwiesen. Dort hat sein Körper angedeutet, dass er dringend Schlaf benötigt. «Mit dem Ziel vor Augen ignorierte ich diese Anzeichen», blickt Migg Scherrer zurück. Das Resultat: Wenige Kilometer vor dem Ziel kämpfte der Ausdauersportler mit Wahrnehmungsstörungen. «Es fühlte sich ähnlich an wie ein übermässiger Alkoholkonsum.» Scherrer biss sich aber durch und erreichte nach fünf Tagen und Nächten das Ziel. Der Schlüssel zum Erfolg sei die Zusammensetzung des Supporterteams gewesen, analysiert er. Jeder habe gewusst, was zu tun war, und alle hätten ihr Bestes gegeben.

Erstaunlicherweise habe er nach der Zielankunft nicht sofort das Bedürfnis zum Schlafen verspürt.«Ich habe zuerst eine Pizza gegessen», sagt Migg Scherrer. Als er dann aber endlich in sein Bett lag, war es eine Weile um ihn geschehen. (bei)

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