Uhr läuft, Dokumentenkugel ist dicht

Für 1,8 Millionen Franken wird die evangelische Kirche von Wolfhalden einer gründlichen Innen- und Aussenrenovation unterzogen. Der Abschluss steht nun bevor.

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Wolfhalden. Am letzten Montag überprüfte Astrid Mucha, Gemeindevizepräsidentin und zugleich Präsidentin des Ressorts Hochbau und der Baukommission Kirchenrenovation, gemeinsam mit Bauleiter Kurt Rohner von der Architrav GmbH, Rheineck, den Stand der Erneuerungsarbeiten. Diese sind in Bälde vollendet, und bereits nächste Woche verschwindet das Baugerüst. In neuem Glanz erstrahlen die Dokumentenkugel und die Wetterfahnen auf der Turmspitze, und die vergoldeten Zeiger der Uhr erfüllen nach einer längeren Ruhepause wieder zuverlässig ihre Funktion.

Fehler von 1939 vermieden

Letztmals wurde die 1652 erbaute Kirche 1939 renoviert. Mit Spannung wurden zu Beginn der jetzigen Erneuerung die in der Turmkugel eingeschweissten Dokumente ans Tageslicht befördert. Die Enttäuschung war aber gross, nachdem die Witterung fast alle Papiere zerstört hatte. «Diesen Fehler wollen wir vermeiden und haben deshalb Wert auf eine gründliche und dauerhafte Verschliessung der Kugel gelegt», erklärt Astrid Mucha. «Wir haben sie mit einem Datenträger (USB-Stick) mit Fotos, Bauplänen, einem Baubeschrieb, dem Gemeindeblatt <Wolfsblick> mit Lupo-Kommentar (Ausgabe Mai 2011) und den erhaltenen 1939er-Papieren bestückt.»

Einweihung am Bettag

Die nach den Plänen von Architekt Nik Bucher, St. Margrethen, erfolgte Gesamtrenovation (die Innenerneuerung wurde letztes Jahr ausgeführt) führt zu Investitionen im Betrage von 1,8 Millionen Franken, wobei für die Bauarbeiten nach Möglichkeit einheimische Gewerbebetriebe berücksichtigt worden sind. Die Kosten werden hälftig von der Einwohner- und der evangelischen Kirchgemeinde getragen.

Die Einweihung der bald frisch renovierten Kirche erfolgt am Sonntag, 18. September, und damit am eidgenössischen Bettag. (pe)