Überraschungscoup gelandet

Menschen 2017

Roger Fuchs
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Als Präsident des Bewerbungs-OK trug Sepp Breitenmoser dazu bei, dass Appenzell im 2020 in aller (Schwinger-)Munde sein wird. (Bild: bei)

Als Präsident des Bewerbungs-OK trug Sepp Breitenmoser dazu bei, dass Appenzell im 2020 in aller (Schwinger-)Munde sein wird. (Bild: bei)

Die Freude über den Coup ist bei Sepp Breitenmoser bis heute gross: Am 30. August 2020 wird in Appenzell, in der Bleiche, das Jubi­läumsschwingfest des Eidgenössischen Schwingerverbands durchgeführt. Der Verband feiert dannzumal den 125. Geburtstag. Im Frühjahr hatten sich 142 der 221 Abgeordneten des Eidgenössischen Schwingerverbandes für Appenzell als Austragungsort entschieden. Sepp Breitenmoser hat die Bewerbungsphase für diesen Anlass erfolgreich geleitet. Er rechnet mit bis zu 17 000 Besuchenden, wenn dann 120 der besten Schwinger um Ehr und Kranz kämpfen.

Nebst Appenzell hatten sich auch Luzern, Bern und Neuenburg als Austragungsorte beworben. Die Favoritenrolle wurde eher den beiden Städten Luzern und Bern zugesprochen, alleine schon aus verkehrstechnischen Gründen. Doch der Nachteil der drei Mitbewerber: An diesen Orten wäre das Jubiläumsschwingfest in Fussballstadien ausgetragen worden. In Appenzell hingegen ist man bereit, eigens für dieses Fest eine temporäre Schwingerarena zu bauen.

Budget steht bis im Januar

Nach der erfolgreichen Bewerbungsphase unter Sepp Breitenmoser ist in Appenzell Reto Mock als Präsident des Trägervereins und damit zum OK-Präsidenten gewählt worden. Der Trägerverein setzt sich aus dem Schwingklub Appenzell und dem Turnverein Appenzell zusammen. Zum aktuellen Stand der Dinge ist von Sepp Breitenmoser zu erfahren, dass sämtliche Abteilungen besetzt seien und für diese nun die Pflichtenhefte erstellt würden. Bis Anfang Januar nächsten Jahres soll auch das Budget stehen. Anschliessend werde ein Sponsoringkonzept ausgearbeitet. Sepp Breitenmoser bleibt Ansprechperson für diesen Bereich.

Dass ausgerechnet Appenzell den Zuschlag erhielt, ist gemäss Sepp Breitenmoser wohl auch dem Umstand zu verdanken, dass im Appenzellerland nie ein Eidgenössisches Schwingfest durchgeführt werden kann. Ein solches würde alle Dimensionen sprengen. Gleichzeitig hat man im 15-minütigen Präsentationsfilm auf Emotionen gesetzt.

Erklärtes Ziel ist es, dem Jubiläumsfest des Schwingerverbands einen würdigen Rahmen zu geben. «Wir haben nicht vor, um das Schwingfest herum eine Chilbi aufzuziehen», so Breitenmoser.

Roger Fuchs

roger.fuchs@appenzellerzeitung.ch

Menschen 2017 Wir rufen in den kommenden Tagen unterschiedliche Menschen in Erinnerung, die in diesem Jahr Besonderes geleistet haben, mit ihren Projekten erfolgreich waren oder aufgefallen sind. (red)

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