Überraschung mit «Potz Musig»

Wenn die Bürgermusik Wildhaus zum Konzert lädt, sind Überraschungen garantiert. Das Publikum dankt dies jeweils mit einem Grossaufmarsch, lässt sich an dem Abend musikalisch verwöhnen und geniesst in vollen Zügen die anschliessende Theateraufführung.

Adi Lippuner
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Solist Stefan Rohner mit «Europa».

Solist Stefan Rohner mit «Europa».

WILDHAUS. Samstagabend kurz vor 20 Uhr: Im Mehrzweckgebäude Chuchitobel ist jeder Stuhl besetzt. Auf der Bühne eine grosse Leinwand, dahinter die Stühle für die Musikantinnen und Musikanten. Punkt acht Uhr dann der ersten Paukenschlag: Nicolas Senn begrüsst die Anwesenden zu «Potz Musig» in Wildhaus. Die Filmaufnahme wurde auf Anregung des Dirigenten Christian Schlegel realisiert und sorgte für überraschte Gesichter.

Präsident Walter Hofstetter und die OK-Präsidentin Unterhaltungsabend, Monika Brändle, zeigten sich erfreut ob des grossen Interesses. Sie konnten zahlreiche Vereinsdelegationen, Behördenvertreter sowie Josef Signer vom St. Galler Blasmusikverband begrüssen. Durchs Programm führte Raphael Eggenberger.

Buntes Musikprogramm

Dann ein abwechslungsreiches Musikprogramm, bei dem keine Wünsche offen blieben: schmissige Märsche wie «Grüsse an Wildhaus», von Christian Schlegel, aber auch «Wie baas ist mir da obe», ein Blasmusikarrangement von Armin Kofler und gewidmet dem Preisträger der Unterhaltung 2015, Barthli Gantenbein, Grabserberg, «You're so cool» mit Aurelia Forrer als Solistin am Xylophon, die Polka «Gut gelaunt» gespielt von zehn B-Klarinetten, zwei Bassklarinetten und zwei Querflöten oder die Ode an Carlos Santana, «Europa», mit Solist Stefan Rohner, E-Gitarre, auch gewidmet dem zweiten Preisträger Simon Schällibaum, Alt St. Johann.

Für Nichteingeweihte: Die Verantwortlichen der Bürgermusik Wildhaus bedanken sich bei ihren treuen Passivmitgliedern auf spezielle Art. Jeweils nach Abschluss des Unterhaltungsprogramms wird eine «Passivverlosung» durchgeführt. Die Gewinner können sich über ein ihnen gewidmetes Musikstück an der Unterhaltung des folgenden Jahres oder über Freieintritte inklusive Verpflegung freuen.

Eleganz und Humor

Dann wäre da noch die Sache mit den weiteren Überraschungen: Der Auftritt des Black and White Balletts, bestehend aus einer gemischten Truppe Aktiver, sorgte für einen Frontalangriff auf die Lachmuskeln, aber auch für Bewunderung ob der Präzision und Eleganz der Bewegungen. Zu «Strauss & Co.», einer Ode an die Wiener Walzerseligkeit, ging der Taktstock an Vizedirigent Klaus Forster. Zu den Walzermelodien bewegten sich Eva Anderegg und Tobias Claudy elegant im Dreivierteltakt. Das Besondere am Tanzpaar: Es handelt sich um die evangelische Pfarrerin und den evangelischen Pfarrer der Kirchgemeinde Wildhaus-Alt St. Johann.

Mit dem Zweiakter «Überraschig us em Oschte», Regie Hans Forrer, brachte die Theatergruppe der Bürgermusik ein Stück voller Überraschungen und witziger Dialoge auf die Bühne. Da ist einmal der Praktikant aus dem Osten, der nur Deutsch versteht, wenn er will, dann die Bauerntochter, die für mehr als einen ungewohnten Auftritt sorgt, die Tante des Bauern, eine Gegnerin aller Ausländer. Dass am Schluss doch alle Freude an einem Fremden aus Moskau haben, ist in der Tatsache begründet, dass dieser finanziell gut dasteht.

Die Musikunterhaltung «Potz Musig» wird morgen Mittwoch, 16. März, sowie diesen Samstag, 19. März, nochmals durchgeführt. www.bmwildhaus.ch

Das Black-and-White-Ballett sorgte für eine der Überraschungen.

Das Black-and-White-Ballett sorgte für eine der Überraschungen.

Wiener-Walzer-Seligkeit mit dem Tanzpaar Eva Anderegg und Tobias Claudy. (Bilder: Adi Lippuner)

Wiener-Walzer-Seligkeit mit dem Tanzpaar Eva Anderegg und Tobias Claudy. (Bilder: Adi Lippuner)