Über Reha-Neubau wird im Sommer entschieden

Im Tätigkeitsbericht 2015 des Rehabilitationszentrums Lutzenberg blicken sowohl Zentrumsleiter Peter Gut als auch Kommissionspräsidentin Heidi Hanselmann auf ein aufregendes Jahr zurück. Nicht nur Bauplanungen beschäftigen, auch Veränderungen im Team forderten heraus.

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Peter Gut Leiter Rehabilitationszentrum Lutzenberg (Bild: sso)

Peter Gut Leiter Rehabilitationszentrum Lutzenberg (Bild: sso)

LUTZENBERG. «Kompetent im Heute – gerüstet für morgen» titelt Kommissionspräsidentin Heidi Hanselmann ihren Einstieg in den Tätigkeitsbericht 2015 des Rehabilitationszentrums Lutzenberg. «Der Mensch steht im Mittelpunkt und hat entsprechende Erwartungen. Mit Mittelmass und Massenabfertigung gibt er sich schon lange nicht mehr zufrieden», so die St. Galler Regierungsrätin. Das Rehazentrum in Lutzenberg verfüge über moderne, zielgerichtete und individuelle Angebote, welche die Basis für einen erfolgreichen Aufenthalt bilden. Hanselmann kommt zudem auf den Neubau der Werkstatt und der Produktionsabteilung zu sprechen. So ist der Bauentscheid durch die Aufsichtskommission für diesen Juli geplant, der Baubeginn im Frühling 2017 und der Bezug im April 2018.

Bauvorhaben umgesetzt

Auch Zentrumsleiter Peter Gut blickt auf ein bewegtes Jahr 2015 zurück. Nicht nur langfristige Krankheitsfälle des Personals und Veränderungen im Team stellten das Zentrum und seine Beteiligten vor Herausforderungen, sondern auch anspruchsvolles Klientel, Grundsatzentscheidungen und verändernde Rahmenbedingungen. «Erfreulicherweise ist es gelungen, diese Herausforderungen konstruktiv zu meistern und zusätzlich das Angebot und die Dienstleistungen weiterzuentwickeln, zu verfeinern und den sich verändernden Klientinnen- und Klientenbedürfnissen anzupassen», so Peter Gut.

Im vergangenen Jahr konnten im Rehabilitationszentrum gemäss Jahresbericht alle internen Lehrstellen besetzt werden. Erstmals konnte auch eine Klientin die Lehre als Detailhandelsangestellte EFZ beginnen. Zudem konnten verschiedene Bauvorhaben umgesetzt werden, wie die Fertigstellung des Dienst- und Sanitätszimmers, Schaffung von zwei Therapieräumen, Ersatz von Rollläden, Fassadenrenovation sowie Sanierungsarbeiten beim Schwimmbad. Am Programm der Bildung im Strafvollzug (BiSt) haben acht Klienten teilgenommen. Die Lerngruppe wurde 34mal angeboten. Das Therapiemodul «Deliktbearbeitung» ist obligatorisch und wurde von zwölf Klienten absolviert. Insgesamt 21 Klientinnen und Klienten haben das Modul «Konsumprophylaxe bei Drogenabhängigkeit» besucht, vier haben ein Training zum Thema «Gewaltfreie Kommunikation» gemacht.

Haltequote mit gut 65 Prozent

«Gemäss unseren selbst definierten Qualitätsvorgaben hängt der Erfolg der Nachbetreuung wesentlich von der sorgfältigen Planung und Realisation des Austrittes ab», schreibt Gut. Deshalb verfügen hundert Prozent aller regulären Austritte über eine geregelte Arbeits-, Wohn- und Nachbetreuungssituation. 26 Klientinnen und Klienten sind im Jahr 2015 in das Rehabilitationszentrum in Lutzenberg eingetreten, neun haben die Reha abgebrochen – sechs auf eigene und drei auf Entscheidung des Zentrums. «Die Haltequote beträgt somit gut 65 Prozent und liegt damit deutlich über den Durchschnittswerten aus dem deutschsprachigen Raum.»

Die Rechnung 2015 zeigt bei einem Aufwand von rund 4,65 Millionen und einem Ertrag von rund 3,78 Millionen einen Überschuss von rund 867 000 Franken. (pd/sso)