Über ein Viertel der Rentner ist armutsgefährdet

Abstimmung Unter dem Slogan «Für alle ein Muss – Ja zu AHVplus» luden der Kantonale Gewerkschaftsbund SG und die SP Toggenburg in das Restaurant Wies in Bütschwil ein.

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Abstimmung Unter dem Slogan «Für alle ein Muss – Ja zu AHVplus» luden der Kantonale Gewerkschaftsbund SG und die SP Toggenburg in das Restaurant Wies in Bütschwil ein.

Den Einstieg in das Thema machte Barbara Gysi, SP Nationalrätin und Vizepräsidentin der SP Schweiz. Es gebe immer noch 1,2 Millionen armutsgefährdete Menschen. Armutsgefährdet gelte jemand, der weniger als 2200 Franken pro Monat zur Verfügung hat. Dies treffe auf über einen Viertel der Rentnerinnen und Rentner zu. Die Ergänzungsleistungen zur AHV bildeten zwar ein gutes Netz. Leider seien diese im Kanton St. Gallen im Rahmen verschiedener Sparpakete gekürzt worden. Als zweiter Referent erhielt Peter Hartmann das Wort. Er ist SP-Kantonsrat und Präsident der SP-Grünen-Fraktion. Seit dem Jahr 2000 seien bei der AHV keine Verbesserungen mehr möglich gewesen. Es habe nur Vorlagen gegeben, die zu Verschlechterungen dieser sozialen Versicherung führten. Für die Gewerkschaften habe es nur den Weg gegeben, die AHV-Renten um zehn Prozent zu erhöhen. In der Diskussion meinte ein Rentner, dass die AHV schon seit ihren Anfängen schlecht geredet und deren Bankrott schon mehrmals vorausgesagt wurde. Den Einwand, dass Rentnerinnen und Rentner mit Ergänzungsleistungen finanziell schlechter gestellt würden, konterte anschliessend Barbara Gysi. Es läge am Parlament, die für die Umsetzung der Initiative nötige Gesetzgebung so auszugestalten, dass keine Verschlechterungen für Bezüger von Ergänzungsleistungen eintreten. Die Politikerinnen und Politiker, die sich jetzt plötzlich so rührend um die Bezüger von Ergänzungsleistungen kümmerten, sollten sich mit ihrer Stimme im Parlament einsetzen. (pd)