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Typisch Toggenburg

Leitartikel zum neuen Jahr
Ruben Schönenberger

Es war kein einfaches Jahr für das Toggenburg, das Jahr 2017. Am unteren Ende des Thur- und Neckertals machte eine Gastwirtschaft auf sich aufmerksam, deren Wirtsleute keine dunkelhäutigen Gäste bedienen wollten. Typisch Toggenburg, mussten wir uns von jenen anhören, die das Thur- und Neckertal eigentlich nur wegen des Nazi-Konzerts im Oktober 2016 in Erinnerung hatten.

Am oberen Ende des Toggenburgs wollten sich die beiden Bergbahnen auch dieses Jahr partout nicht einigen, das gemeinsame Winterticket ist weiterhin in Gefahr und der Kanton drehte den Geldhahn zu. Typisch Toggenburg, mussten wir uns unter anderem ausgerechnet von jenen anhören, die sowieso lieber in Vorarlberg Skifahren.

Auch sonst war nicht alles in Butter, im Toggenburg anno 2017. In Bazenheid endete ein Streit unter Brüdern tödlich, in Brunnadern erstach ein Hundebesitzer den Husky eines anderen Hundebesitzers und das Klangfestival warb mit einer umstrittenen Kombination verschiedener Trachten, sodass sich einige Jodelfreunde nicht ernst genommen fühlten. Typisch Toggenburg, mussten wir uns immer wieder von jenen anhören, die dieser Region nichts zutrauen.

Und trotzdem: 2017 war ein gutes Jahr für die Region am Fusse der Churfirsten. Die Einwohnerzahlen zeigen weiterhin nach oben. In Wattwil eröffneten gleich mehrere Läden grosser Ketten und das Zentrum steht vor weitreichenden Veränderungen. Bütschwil darf sich im Lerchenfeld ebenfalls schon bald über neue Firmen freuen. Der Campus Wattwil ist seinem Ziel einen Schritt nähergekommen, hier harzt es vor allem ausserhalb des Toggenburger Einflussbereichs. Die Wattwiler Kunstproduktion Rigolo feierte Jubiläum. Ebenso der FC Kirchberg, dem sogar Gilbert Gress persönlich gratulierte. Das Chössi Theater überzeugte mit einer Eigenproduktion. In Wildhaus gibts jetzt einen Pump Track und in Unterwasser eine Boulder-Anlage. Im Neckertal ist der Baumwipfelpfad schon so gut wie fertig. Der höchste St. Galler ist ein Toggenburger. Und auch im nächsten Jahr wird der Kantonsrat voraussichtlich von einer Toggenburgerin präsidiert werden.

Die Liste ist natürlich keineswegs abschliessend. Ausserhalb des Thur- und Neckertals wird das aber oft kaum wahrgenommen. Dagegen können wir antreten. Wenn uns Toggenburgerinnen und Toggenburgern etwas fehlt, dann ist es Selbstbewusstsein. Es gibt hier hochkarätige Firmen, erstklassige Kulturangebote, unzählige Freizeitmöglichkeiten und nicht zuletzt sehr viele gute Menschen. Das ist typisch Toggenburg.

Ruben Schönenberger

ruben.schoenenberger

@ toggenburgmedien.ch

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