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TVA weist Pfader in die Schranken

Mit einer überzeugenden Teamleistung bezwingt der TV Appenzell die Pfader Neuhausen deutlich mit 27:21. Die Innerrhoder erarbeiten sich ihre Führung vor allem vor der Halbzeitpause.
Thomas Hutter
TVA-Spieler Lukas Gamrat wird von Neuhausens Abwehr in die Zange genommen. (Bild: PD)

TVA-Spieler Lukas Gamrat wird von Neuhausens Abwehr in die Zange genommen. (Bild: PD)

Am Sonntagabend standen sich in der Erstligameisterschaft zwei Teams mit unterschiedlicher Ausgangslage gegenüber: Während die drittplazierten Pfader Neuhausen weiter Richtung Tabellenspitze vorrücken möchten, versucht sich der TV Appenzell seit einigen Wochen krampfhaft vom drittletzten Tabellenplatz zu lösen. Nach der überraschenden Niederlage gegen die vorletzte BSG Vorderland vom Freitagabend lag man punktemässig mit den Ausserrhodern sogar gleichauf.

Die Schaffhauser waren sich ihrer Favoritenrolle durchaus bewusst und versuchten, der Partie ihren Stempel aufzudrücken. Mit rasantem Angriffsspiel und schnellen Ballrotationen setzten sie die Innerrhoder von Beginn weg unter Druck. Diese liessen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und suchten geduldig nach Abwehrlücken. Aus den Fehlern der letzten Spiele schienen sie ihre Lehren gezogen zu haben. Von Hektik war nun wenig zu spüren. Die Offensive war breiter aufgestellt und auch die Flügelspieler kamen vermehrt zum Torabschluss. Fabian Geiger hatte am Kreis den Platz des abwesenden Sven Sutter eingenommen. Entwickelte er in der Anfangsphase noch nicht den nötigen Druck, so fand er sich im Laufe des Spiels immer besser in seiner Rolle zurecht und erzielte bis zum Schluss vier Tore. Lange lagen beide Teams gleichauf.

Die Pfader versuchten die Appenzeller mit Tempowechseln aus dem Konzept zu bringen. Obschon die Innerrhoder mit hohem Spieltempo bisweilen Mühe bekundeten, gelang es ihnen über das ganze Spiel hinweg, eine solide 6:0-Abwehr zu stellen. Gegen den antrittsstarken und sehr agilen Topskorer Adrian Galli war jedoch kein Kraut gewachsen. Allerdings gelangen den Appenzellern einige schöne Abwehrblocks, die sonst eher im Volleyballsport zu sehen sind. Die Gäste bekundeten phasenweise Mühe mit der Präzision und setzten einige Schüsse an die Torlatte oder sogar über das Tor hinaus.

Als der TVA nach einem gegnerischen Penalty plötzlich mit 6:9 in Rückstand geriet (17. Minute), brachte eine Zweiminutenstrafe gegen Neuhausens Torwart Klieber die Wende. Nach einem Schuss ins leere Tor bezwangen hintereinander Inauen, Wild, Manser und Waldburger den gegnerischen Torwart. Die Gäste versuchten den Lauf der Innerrhoder mit einem Time-out zu brechen, vergeblich. Der TVA hatte es in den letzten Minuten vor der Pause geschafft, dem Gegner vier Zähler zum 14:10 abzuringen.

Grosse Unterstützung des Publikums

Die entfesselten Innerrhoder punkteten unter lautstarkem Ansporn des Publikums auch nach der Pause munter weiter. Dies führte bis zu einer 7-Punkte-Führung. In der Abwehr sorgte der TVA mit schnellem Nachrücken dafür, dass die Schaffhauser aus eher ungünstigen Positionen zum Torabschluss gezwungen wurden. Zudem bissen sich die Gäste an Torwart Christian Geisser, der Parade an Parade reihte, die Zähne aus. So fielen auch einige Passfehler nicht weiter ins Gewicht. Da die Pfader ihr hohes Spieltempo bald nicht mehr halten konnten, war es für den TVA ein Leichtes, sich auf eine Vorsprungsverwaltung zu konzentrieren. Der TVA hatte diesmal mit einer starken Teamleistung aufgetrumpft und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gezeigt. Der Sieg war in erster Linie einer konstanten Abwehrleistung zu verdanken. Am kommenden Samstag trifft der TVA in Schaffhausen auf die letztplazierte Spielgemeinschaft Kadetten/Pfadi Youngsters.

TV Appenzell: Christian Geisser/Raffael Graf (Tor), Lukas Bischofberger, Lukas Gamrat (3), Fabian Geiger (4), Yannick Inauen (2), Thomas Loser (3), Lukas Manser (1), Silvan Neff (2), René Rigas (2), Elias Valaulta (2), Dano Waldburger (5), Andreas Wild (3)

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