TVA hadert mit sich und den Schiris

Nach einer schwachen Angriffsleistung in der ersten Halbzeit steigern sich die 1.-Liga-Handballer des TVA. Trotzdem setzt es gegen Pfader Neuhausen eine 23:27-Niederlage ab.

Martin Kradolfer
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Fabian Neff (Nummer 26) erzielte gegen Neuhausen fünf Tore. (Bild: pd)

Fabian Neff (Nummer 26) erzielte gegen Neuhausen fünf Tore. (Bild: pd)

HANDBALL. Der TV Appenzell hätte durchaus die Möglichkeit gehabt, die Partie gegen Neuhausen zu wenden. Christian Geisser im Tor legte mit seinem starken Auftritt die Basis dazu. Im Angriff fehlte aber an diesem Abend die Ausgewogenheit. Die Gefahr der TVA-Offensive ging lediglich von vereinzelten Positionen aus. Dies genügte nicht, um den Gegner ernsthaft in Gefahr zu bringen. Positiv zu vermerken gilt es, dass die zweite Halbzeit – trotz praktisch durchgängiger numerischer Unterlegenheit – resultatmässig positiv gestaltet werden konnte.

Früher Rückstand

Nach einem abtastenden Beginn und einem Fehlversuch beider Teams eröffneten die Platzherren das Skore. Appenzell konnte noch zweimal ausgleichen. Andreas Masina im Tor erwies sich als der gewohnt starke Rückhalt und liess sein Können schon früh aufblitzen. Ansonsten vermochte das Spiel aber in der Folgezeit die Zuschauer nicht so richtig erwärmen. Zu viele technische Fehler und Konzentrationsmängel führten bei beiden Teams zu Ballverlusten. Neuhausen kam aber bald besser ins Spiel und konnte sich bis zur 11. Spielminute mit 7:3 Toren absetzen. Nach dem Time-out durch Trainer Borkovic lief es dem TVA-Team besser. Bereits acht Minuten später besorgte Raphael Neff mit einem seiner zehn persönlichen Treffer den Ausgleich zum 8:8. In den Reihen der Appenzeller wurde nun vermehrt mit Entscheidungen der Referees gehadert. Die Konzentration des Gästeteams liess nach und Neuhausen nützte die Situation zu weiteren Treffern, was eine zwischenzeitliche 14:8-Tore-Führung zur Folge hatte. Die erste Halbzeit endete mit einem weiteren Treffer zum 15:10.

Zu viele Strafen für Appenzell

In der zweiten Spielhälfte handelte sich Appenzell nicht weniger als elf Zweiminutenstrafen ein und bestritt daher praktisch die gesamte zweite Halbzeit in numerischer Unterzahl. Just nachdem Sven Lämmler einen Gegenstoss erfolgreich abgeschlossen hatte, unterlief den Innerrhodern ein Wechselfehler und sie mussten mit einer doppelten Unterzahl auskommen. Trotz numerischer Unterlegenheit gelang es Fabian Neff, seinen Angriff erfolgreich abzuschliessen. Die Gastgeber liessen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und spulten ihr Programm ab. So hielten sie ihren Gegner auf Distanz und führten über weite Strecken mit fünf bis sechs Toren. Die Fehler, die sie sich erlaubten, wurden von den Appenzellern unzureichend genutzt. Der letzte ernsthafte Glaube an eine Wende entschwand bei den Gästen wohl angesichts der starken Leistung des eingewechselten Pfader-Keepers. Er parierte auf Anhieb einen Siebenmeter und entschärfte auch danach noch einige Schüsse. Obwohl die Gäste in Unterzahl eher besser agierten, reichte die Substanz nicht für die volle Spielzeit. So kam der 27:23-Sieg des Aufsteigers letztendlich nicht überraschend. Mit dieser Niederlage gehen die Appenzeller in die Saisonpause.

Neuhausen – Appenzell 27:23 (15:10) Appenzell: Masina/Ch. Geisser; Metzler, Hamm, Lieberherr (5), F. Neff (5), R. Neff (10/1), M. Geisser, Wüthrich, Hörler (1), Broger, Sutter, Lämmler (2).

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