TVA gibt sich keine Blösse: 22:16-Sieg gegen GC Amicitia

Das 1.-Liga-Herrenteam des TV Appenzell besiegt am Samstag auswärts GC Amicitia Zürich mit 22:16.

Martin Kradolfer
Merken
Drucken
Teilen
Mit vereinten Kräften: Die starke TVA-Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg gegen GC Amicitia Zürich. (Bild: mk)

Mit vereinten Kräften: Die starke TVA-Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg gegen GC Amicitia Zürich. (Bild: mk)

HANDBALL. Die Innerrhoder erspielten sich mit einer überzeugenden Abwehrleistung eine deutliche 11:6-Pausenführung und konnten diesen Vorsprung verwalten. Appenzell gewann trotz Abwesenheit von Lieberherr, Lämmler und Wüthrich mit 22:16 Toren.

Konzentrierter Start

Appenzell war von der ersten Spielminute an wach und präsentierte sich in Abwehr und Angriff konzentriert. Dies war auch erforderlich, denn auch die Platzherren zeigten sich sichtlich gewillt, ihr Punktekonto nach Möglichkeit aufzustocken. Nach zehn Minuten lagen die Hausherren mit 4:3 in Front und konnten nach der ersten Zeitstrafe gegen den TVA in Überzahl agieren. In dieser kritischen Phase war es Raphael Neff, der ein erstes Ausrufezeichen setzte und den Ausgleich erzielte. Kurz darauf bediente TVA-Keeper Andreas Masina seinen Mitspieler Christian Hamm mit einem Traumpass übers ganze Feld. Der Gegenstoss wurde sicher verwandelt. In der Folgezeit wurden auf beiden Seiten zum Teil Chancen derart fahrlässig vergeben, dass das Publikum das Gesehene kaum glauben konnte. Das Spiel verlief bis zur 20. Minute ausgeglichen. Die Innerrhoder waren es, die ihre Chancen vor allem in den letzten acht Minuten der ersten Halbzeit dann besser nutzten und bis zum Seitenwechsel auf 11:6 davonzogen. Begünstigt wurde diese Spielentwicklung durch eine starke Leistung von Torhüter Andreas Masina und der disziplinierten Abwehrarbeit.

Vorsprung verwaltet

Die Zürcher Verteidigung ging in Halbzeit zwei offensichtlich mit einer verstärkten Aggressivität zu Werke, was von den beiden Schiedsrichtern nur selten geahndet wurde. Den Einheimischen gelangen ihre Tore vorwiegend mittels schnellen Aktionen, nachdem die Appenzeller geduldig ihren Torerfolg erarbeiteten und dabei einige Male infolge technischer Fehler den Ball verloren hatten. In der 44. Spielminute wurde Christian Geisser für einen Siebenmeter eingewechselt, den er gleich parierte. Er blieb bis Spielende im Innerrhoder Tor. Beide TVA-Torhüter brachten es gemeinsam auf 22 Paraden. Nach dem Time-out des TVA kamen die Zürcher nochmals auf drei Tore Differenz heran. Danach aber schienen auch bei den Zürchern die Kräfte zu schwinden. Der TVA legte nochmals zu und markierte durch Raphael Neff und Hamm die letzten beiden Treffer des Spiels zum Schlussstand von 22:16 zu seinen Gunsten.

Hörler ist zurück

Bei Appenzell trugen sich beinahe alle Spieler in die Torschützenliste ein, was aufzeigt, dass sie alle Positionen durchaus erfolgreich in ihr Angriffspiel einbezogen. Ramon Hörler war die zweiwöchige Trainingspause kaum anzumerken. Auch ihm gelangen sehenswerte Tore vom Flügel.