TVA deklassiert HC Wetzikon

Die 1.-Liga-Handballer des TV Appenzell präsentieren sich am Wochenende in Höchstform. Mit einer sensationellen Teamleistung lassen sie den Zürcher Oberländern nicht den Hauch einer Chance und besiegen sie zu Hause deutlich mit 41:22.

Thomas Hutter
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Flügelspieler Sandro Wirz (Nr. 15) punktete gegen den HC KZO Wetzikon in der Startphase gleich mehrmals in Folge. (Bild: th)

Flügelspieler Sandro Wirz (Nr. 15) punktete gegen den HC KZO Wetzikon in der Startphase gleich mehrmals in Folge. (Bild: th)

HANDBALL. Die TVA-Handballer liessen am letzten Samstag in der heimischen Wührehalle nichts anbrennen. «Heute hat einfach alles zusammengepasst», meinte Rückraumspieler Roman Künzler nach dem überragenden Sieg gegen den HC KZO Wetzikon. Tatsächlich wurden die Zürcher Oberländer von der ersten Spielminute an richtiggehend überrannt. Sandro Wirz und Christian Hamm deckten Wetzikons Torwart Fabian Schwendemann mit präzisen Flügeltreffern ein und brachten ihr Team bereits nach den ersten fünf Spielminuten mit fünf Toren in Führung (6:1). Wetzikons Trainer Robin Gerber versuchte mit einem frühen Time-out vergeblich, den Innerrhodern den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Heimteam im Spielrausch

Das Heimteam liess sich in seinem anhaltenden Spielrausch kaum bremsen, agierte im Angriff äusserst kreativ und verhinderte mit solider Verteidigungsarbeit den gegnerischen Durchbruch. Kontinuierlich steigerten die Innerrhoder das Spieltempo. Zudem profitierten sie von etlichen Passfehlern der Gäste und konnten so zahlreiche Gegenstosstore erzielen. Allein in den letzten Spielminuten vor der Pause gelangen Topskorer Hamm, der insgesamt neun Tore zum Sieg beisteuerte, auf diese Weise drei Treffer. Die Konsternation auf der Wetziker Bank war gross, als vor der Pause das 25:10 Zwischenresultat auf der Anzeigetafel aufleuchtete.

Die Zürcher versuchten nun mit frühen Störaktionen die Einheimischen am Spielaufbau zu hindern. «Wir haben uns etwas irritieren lassen, rasch aber wieder Tritt gefunden», meinte Künzler zum kurzzeitigen Einbruch. Wetzikon hatte, bedingt durch eine aggressive Spielweise, bald einmal mit Foulproblemen zu kämpfen. Marco Lehmann sah nach dem zweiten groben Foul die rote Karte und wurde des Spielfelds verwiesen. Obschon die Gäste während einer kurzen Phase nur zu viert auf dem Spielfeld standen, konnten die Innerrhoder dies nicht zu ihrem Vorteil nutzen.

Nerven lagen blank

Die Zürcher wurden allmählich wieder torgefährlich, scheiterten aber entweder an ihrer mangelnden Präzision beim Abschluss oder an TVA-Torwart Christian Geisser. Auf Seiten der Appenzeller spielte Sven Sutter seine Stärken als Kreisspieler aus. Dieser angelte sich auch die schwierigen Pässe und pflügte seine Gegenspieler gleich reihenweise um. In der Schlussphase zeigten die Innerrhoder nochmals die ganze Bandbreite ihres Könnens: Schnelle Gegenstösse, innovative Spielzüge und präzises Passspiel. Bei den Zürchern lagen die Nerven blank, so dass der in der zweiten Halbzeit eingewechselte Torwart Tobias Bonadimann nach einer verbalen Provokation das Spielfeld verlassen musste. Fabian Wüthrich und Raphael Neff besiegelten mit zwei herrlichen Schlusstreffern das 41:22.

Pause bis Mitte Januar

Nach der Weihnachtspause treffen die TVA-Handballer am 14. Januar in der Wühre auf den momentan zweitplazierten HC Horgen.

Appenzell: Christian Geisser/Andreas Masina (Tor); Andreas Inauen, Christian Hamm (9), Roman Künzler (4), Moreno Maier, Ramon Hörler (1), Sandro Wirz (6), Martin Geisser (3), Fabian Wüthrich (5), Raphael Neff (7), Sven Sutter (5), Rolf Erdin (1).