TV Urnäsch feiert grosses Jubiläum

URNÄSCH. Alles war perfekt: Das Programm, die Darbietungen der Turner und Turnerinnen, die Verpflegung und das Showprogramm. Auch das Wetter zeigte sich von der schönsten Seite. Der Vollmond beleuchtete das bis in alle Nacht dauernde fröhliche Fest.

Esther Ferrari
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Einzug von Philipp Langenegger und Werner Alder: Die beiden blickten auf humorvolle Art auf die Vereinsgeschichte zurück. (Bild: Esther Ferrari)

Einzug von Philipp Langenegger und Werner Alder: Die beiden blickten auf humorvolle Art auf die Vereinsgeschichte zurück. (Bild: Esther Ferrari)

Es müssen mutige Männer gewesen sein, die im Jahr 1865 beschlossen, sich zusammenzutun, um die körperliche Ertüchtigung und die Kameradschaft zu pflegen. Die erste Satzung beginnt folgend: «Der Verein bezweckt, dem Vaterland Männer heranzubilden, die durch Wehrtüchtigkeit, Sittenreinheit und Vaterlandsliebe sich dessen würdig erweisen. Da das Turnen unter Freiluft stattfindet, ruht im Winter der Turnbetrieb.» Vier Jahre später errang einer der Gründer am Turnfest in Speicher den Kranz im Nationalturnen. 1904 stellte der Gemeinderat dem Turnverein ein Übungslokal zur Verfügung. 1911 wurde eine Damenriege gegründet, und erst 1938 wurde der Wunsch nach einer Turnhalle laut. Sie wurde in Fronarbeit, ohne fremde Hilfe, im Feld gebaut.

Viele Aufs und Abs

Die Vereinsgeschichte ist von vielen Aufs und Abs begleitet. Mit schönen Bildern versehen ist sie in der Jubiläumsfestschrift festgehalten. Mit Spass und «Traraa» ahmten Philipp Langenegger und Werner Alder in ihrem Programm die alten Zeiten nach, als zackiges Auftreten im «Eins, zwei, eins, zwei»-Takt noch üblich war. Mit «frisch, fromm, fröhlich, frei» und von dem unter Turnern verbreiteten Ruf «Zigge zagge, zigge zagge, hoi, hoi hoi» liessen sich die Zuschauer begeistern. Bald ertönte im ganzen Festzelt das «Zigge zagge». Die Anspielung der beiden, die heutige Jugend könne nur noch das Handyspiel und keine richtigen Turnübungen mehr, widerlegten die Urnäscher Zwillinge Bruno und Werner Schmid. Sie führten eine gelungene Übung am Barren vor und machten ein paar Überschläge am Boden. Auch Turnerkollegen und Turnvereine aus andern Gemeinden und Gäste von auswärts hatten am Nachmittag gezeigt, dass turnerische Ertüchtigung auch heutzutage kein leerer Begriff ist.

Jugendliche sind fit

Das Fest begann am Samstagmorgen um zehn Uhr mit Ansprachen von OK-Präsident Stefan Kürsteiner und Gemeindepräsident Franz Sandholzer und endete mit einem Jubiläums-Brunch am Sonntagmorgen. Die Stunden der freiwilligen Helferinnen und Helfer sind wohl kaum zu zählen. Musik und Bewegung waren ständige Begleiter.

Den ganzen Tag sprangen, turnten und hüpften Buben und Mädchen auf der Bühne oder auf der Wiese herum oder auf dem «Gumpischloss», um sich darnach im Pool abzukühlen. Auch eine Gruppe junger Urnäscher Turner hatte sich da hineingesetzt, nachdem sie eine Pyramide gezeigt hatte. Ein kühler Trunk war fällig. Bald darauf erklang ein Zäuerli. Kameradschaft ist bei Turnern grossgeschrieben! In den heutigen Statuten steht: «Der Verein pflegt das Turnen aller Alters- und Fähigkeitsstufen, fördert die entsprechende Ausbildungs- und Wettkampfmöglichkeiten, will der Gesundheit der gesamten Bevölkerung dienen, pflegt die Kameradschaft und Geselligkeit unter seinen Mitgliedern, ist politisch und konfessionell neutral.» Möge der Turnverein, wie der Gemeindepräsident sagte, bis ins nächste Jahrhundert erhalten bleiben.

«Jugiläums-Cup» für Kinder.

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Willkommene Abkühlung im Pool.

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Jung und Alt vergnügten sich am Jubiläumsfest.

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Kameradschaft wird gross geschrieben: Besuch aus Schwellbrunn.

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