Turnfahrt in den ersten Schnee

Frauenriege Ganterschwil

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Die Ganterschwiler Frauenriege musste für ihre Fahrt ins Bündnerland warme Kleider anziehen. (Bild: PD)

Die Ganterschwiler Frauenriege musste für ihre Fahrt ins Bündnerland warme Kleider anziehen. (Bild: PD)

Das Bettag-Wochenende ist immer ein reserviertes Datum für die Turnfahrt der Frauenriege Ganterschwil. Der Wetterbericht diktierte uns warme Kleider und Regenschutz, denn es ging nach Klosters. Früh am Samstagmorgen fuhren 18 Turnerinnen mit Postauto und Bahn nach Wil. Während der Fahrt nach Landquart wurden wir von Trudi und Berti mit Gipfeli und Kaffee verwöhnt. Nicht genug: Dazu gab es ein kleines Fläschchen Röteli, womit wir auf eine gesellige Turnfahrt anstiessen.

Unterwegs stellten wir fest, dass die Berge weiss waren und der Schnee weit ins Tal hinunter gefallen war. In Klosters angekommen, gab es vor dem Hoteleingang die obligatorische Gruppenfoto mit allen Turnerinnen. Die grössere Gruppe marschierte zur Station Madrisa, die übrigen fuhren mit dem Postauto. Sie verpassten jedoch die richtige Haltestelle, und so kamen sie, dies die Pointe, noch zu einem längeren Fussmarsch als die anderen, dazu noch aufwärts. An der guten Laune änderte das aber nichts. Auf Madrisa war es schon weiss. Der Weg zum Restaurant führte uns an einem künstlich angelegten See entlang. Einige Turnerinnen verspürten Lust auf den Kneipp-Weg am Rande des Sees. Aber für barfuss in der Kälte reichte die Lust dann doch nicht. Im Restaurant angekommen, wurden wir freundlich begrüsst und bewirtet. Nach dem Mittagessen wurde uns ein wunderschöner, grosser Weinkeller gezeigt. Wir durften selber Grappa mit einer Pipette aus einem Fass ziehen und diesen natürlich auch probieren. Einige marschierten anschliessend zur Mässplatte hinauf, an einem schönen Wasserfall vorbei. Oben angekommen, soll die Aussicht auf die umliegenden Berge wunderschön sein. Es reichte nur knapp für Küblis und noch ein paar Dörfer, des Nebels wegen. Auf der Talfahrt sahen wir aber doch noch blauen Himmel.

Zurück im Hotel vertrieben wir uns mit Kegeln oder Billard die Zeit bis zum Nachtessen, wir wurden richtig verwöhnt. In der Bar waren wir fast die einzigen Gäste und spielten an einem grossen Tisch, bis die ersten schon recht früh zu Bett gingen. Die übrigen hielten den Kellner immer wieder mit neuen Bestellungen auf Trab. Nach einem ausgiebigen Frühstück, das keine Wünsche offen liess, wurde wieder gepackt. Die Koffer durften wir noch im Hotel lassen, während wir nach Davos fuhren. Nun ging es hinauf auf das Weissfluhjoch. Hier war der Winter angekommen. Eigentlich war vorgesehen, den Panoramaweg zu wandern, was leider wegen des Schnees nicht möglich war. Zum Restaurant hinauf auf 2844 m mussten wir durch den Schnee stapfen. Wir sassen im Wintergarten, durch dessen grosse Fenster uns die Sonne doch zum Schwitzen brachte. Einige genossen den Neuschnee mit einem kleinen Spaziergang. Anni machte einen schönen Schneemann, worauf Christina ihn auf den Namen Giachon taufte.

Nach einer Schneeballschlacht trafen wir uns wieder im Restaurant und fuhren anschliessend mit Gondel und Bahn wieder nach Davos zurück. Nun blieb uns noch etwas freie Zeit, die mit einem Spaziergang am See, einem Kaffee oder Proviantkaufen verbracht wurde, gesponsert aus unserem Kässeli, genannt Hugo. Die Bahn führte uns wieder nach Klosters und weiter. Dank des eingekauften Proviants konnten wir unterwegs Hunger und Durst stillen, und es wurde eine gemütliche und fröhliche Heimfahrt. Es waren zwei wunderschöne Tage, trotz des Wetters. Herzlichen Dank an Trudi und Berti für die tadellose Organisation.

Ursi Rüegg