Turbulentes Torfestival – Kirchberger 4:6 in Flawil

FUSSBALL. Das bedeutungslose letzte Saisonspiel in Flawil bot einiges Spektakel. Beide Teams hatten ihre Saisonziele schon vor dem Spiel erreicht.

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FUSSBALL. Das bedeutungslose letzte Saisonspiel in Flawil bot einiges Spektakel. Beide Teams hatten ihre Saisonziele schon vor dem Spiel erreicht. Kirchberg indem es sich schon vor zwei Wochen in Wattwil den Klassenerhalt gesichert hat; und seit dem letzten Spieltag steht auch fest, dass Flawil nach einigen Jahren Drittliga kommende Saison wieder höherklassig spielen wird. Das letzte Spiel sollte zur Aufstiegsparty werden, dementsprechend war die Sportanlage Schützenwiese hergerichtet. Rote und gelbe Ballons säumten den Weg zum Kunstrasen, und als die Spieler aus den Garderoben traten, wurden sie von gelben und roten Rauchpetarden und dem Knall eines Böllers empfangen.

Di Bella mit Doppelpack

Der designierte Aufsteiger liess in der ersten Halbzeit eine B-Elf auflaufen, offensichtlich sollten im letzten Match der Rückrunde Spieler zum Zug kommen, die unter der Saison wenig Spielpraxis bekommen haben. Denn Kirchbergern auf der anderen Seite steckten drei Tage Grümpeli-Festivitäten in den Knochen, wovon sie sich zunächst jedoch nichts anmerken liessen. Im Gegenteil, nach einer halben Stunde schien die Flawiler Feierlaune wie eingefroren. Nino Di Bella gab den Spielverderber und erzielte innerhalb von fünf Minuten zwei Tore, was zum zwischenzeitlichen Spielstand von 0:2 führte. Dem ersten Tor ging ein haarsträubender Fehler in der Flawiler Verteidigung voraus, Di Bella brauchte einen Querpass von Schweizer später in der Mitte nur noch einzuschieben. Das zweite Tor folgte einer schönen Kombination der Gäste. Rohner schickte Schönenberger mit einem Ball in die Tiefe, dieser spielte zu Di Bella und der Winterneuzugang liess Torhüter Trachsel aus gut elf Metern keine Abwehrchance.

Einwechslungen bringen Wende

Trainer Esposito schickte nach dem Wechsel nun kurz nacheinander die Achsenspieler Bruggmann, Ferati und Pires aufs Feld. Eine Massnahme, die innert Kürze Früchte trug. Nach einem umstrittenen Freistoss traf Vanadia zum 1:2, fünf Minuten später stand es 2:2. Nach Flanke von Pires behauptete Bruggmann in der Mitte erst den Ball und schob das Spielgerät dann cool an Iten vorbei. Um die 65. Minute drehten die Gastgeber das Spiel endgültig. Beim 6:4-Endstand kamen die Besucher so wenigstens in den Genuss von zehn Toren. (pd)

Matchtelegramm: FC Flawil – FC Kirchberg 6:4 (0:2) – Schützenwiese – 250 ZS – Tore: 19. Di Bella 0:1, 25. Di Bella 0:2, 55. Vanadia, 1:2, 60. Bruggmann 2:2, 65. Vanadia 3:2, 67. Pires 4:2, 75. Rohner 5:2 (Eigentor), 76. Sallahu 5:3, 88. Lukic 6:3 (Foulpenalty), 90. 6:4 Sallahu – Flawil: Trachsel; Maurer, Graf, Lukic, Lopes; Rrustemi, Palaz (46. Ferati), Bulic (54. Pires); Kayserilioglu (46. Bruggmann), Puopolo – Kirchberg: Iten; Schweizer, Rohner, Kellenberger, Dal Molin; Schönenberger, Keller, Hollenstein, Wyrsch (62. Spadavecchia); Bürge (62. Sallahu); Di Bella (71. F. Nagel) – Gelbe Karten: 41. Lukic, 79. Rrustemi, 51. Schönenberger, 59. F. Nagel, 79. Sallahu, 90. Keller – Kirchberg ohne: R. Nagel, Gähwiler, Sewo, Marro, Nüesch, Kaderli (verletzt), Holenstein, Brigante, Jenny (nicht aufgeboten), Widmer (Militär).