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Tunnellösung in Teufen kommt möglicherweise wieder aufs Tapet

Obwohl das Thema eigentlich nicht traktandiert gewesen war, wollten die Bürgerinnen und Bürger an der öffentlichen Orientierung der Gemeinde Teufen nur über eines reden: Die Kostenexplosion bei der Ortsdurchfahrt.
Astrid Zysset
Plötzlich kommt die Tunnellösung anstelle der Doppelspur wieder aufs Tapet. Die Gemeinde schliesst sie zumindest nicht aus. (Bild: APZ)

Plötzlich kommt die Tunnellösung anstelle der Doppelspur wieder aufs Tapet. Die Gemeinde schliesst sie zumindest nicht aus. (Bild: APZ)

Die überraschendste Aussage des Abends: «Wir schliessen weder etwas ein noch aus.» Gemacht hatte sie Teufens Gemeindepräsident Reto Altherr an der Orientierungsversammlung von vergangenem Montagabend im Lindensaal. Und gemeint ist damit die Frage, ob die Tunnellösung wieder in Erwägung gezogen wird. Überraschend auch deswegen, da Regierungsrat Dölf Biasotto, Vorsteher des Departements Bau und Volkswirtschaft, anfangs April vor den Medien noch klar zum Ausdruck brachte, dass an der Doppelspur festgehalten werde. Einen Tunnel werde es definitiv nicht geben. Der Teufener Gemeinderat scheint nun eine andere Haltung einzunehmen. Er will vor allem Klarheit, keine voreiligen Entscheidungen und sich vorerst alle Optionen offen lassen.

Rückblick: Die Appenzeller Bahnen gaben im April bekannt, dass sie mit Mehrkosten beim Projekt Ortsdurchfahrt rechnen. Die projektierten Gesamtkosten von 53,3 Millionen Franken dürften um bis zu 20 Prozent überstiegen werden. Die Projektleitung beschloss eine Standortbestimmung inklusive Eruierung der genauen Kosten. Im Sommer sollen die Ergebnisse vorliegen.

Gemeinde nur indirekt von Mehrkosten betroffen

In zahlreichen Leserbriefen der letzten Wochen äusserten Bürgerinnen und Bürger ihren Unmut über die Kostensteigerung der Ortsdurchfahrt. Altherr betonte am Montagabend, dass die Gemeinde Teufen die Mehrkosten nur indirekt zu tragen hätte. Finanziert wird die Ortsdurchfahrt durch das Bundesamt für Verkehr, welches die Gelder dem Fonds für die Finanzierung und den Ausbau der Bahninfrastruktur (Fabi) entnimmt. Dieser wird wiederum durch Beiträge der Kantone gespiesen.

Altherr betonte weiter, dass übereilte Entscheide nun fehl am Platze seien und dass es keinen Planungsstopp geben werde, da ansonsten keine aktuellen Zahlen erarbeitet würden. Man warte jetzt die Resultate aufgrund der Standortsbestimmung ab.

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