«Türe ist weiter offen»

LICHTENSTEIG. Die Initianten des Wattwiler Wärmeverbunds können sich den Anschluss Lichtensteigs an das geplante Holzheizkraftwerk im Flooz vorstellen.

Martin Knoepfel
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«Die Türe für den Anschluss Lichtensteigs ans Wattwiler Fernwärmenetz ist weiter offen», sagt Thomas Grob. Vor rund vier Jahren habe es ein entsprechendes Projekt gegeben. Es sei damals jedoch nicht gelungen, genügend Abnehmer für die Fernwärme in Lichtensteig zu finden.

«Willkommener Nebeneffekt»

Wurde für die Heizzentrale der Standort Flooz gewählt, um Lichtensteig leicht anschliessen zu können? Thomas Grob winkt ab. Man habe primär zusammen mit der Politischen Gemeinde Wattwil einen für diese optimalen Standort gesucht. Die Nähe zu Lichtensteig sei ein willkommener Nebeneffekt. Unter einem Dutzend Standorten habe sich das gewählte Grundstück als bester herauskristallisiert.

Faktoren beim Entscheid für das Grundstück im Flooz seien unter anderem die Logistik für die Zufuhr der Holzschnitzel und die Verfügbarkeit des Landes gewesen. Zudem liege das Grundstück in der Industriezone, sagt Thomas Grob. Für das geplante Wattwiler Fernwärmenetz hätten die Initianten bisher Abnehmer für rund die Hälfte der Energiemenge gefunden, die sie brauchen, um das Projekt realisieren zu können.

Leitung von einem Kilometer

Die Distanz Flooz–Städtli sei rund ein Kilometer. Deshalb müsse man Abnehmer für eine Wärmemenge von zwei Mio. Kilowattstunden haben, damit der Anschluss Lichtensteigs sinnvoll sei. Die Höhendifferenz könne man durch Druckerhöhungen überbrücken, sagt Thomas Grob. Der Wärmeverlust in der Leitung zwischen der Heizzentrale und dem Städtli ist offenbar so klein, dass er einen Anschluss nicht verhindern würde.

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